#12 - Circle of Influence: unser Hebel für mehr Klarheit

Shownotes

Fühlst du dich manchmal von der schieren Masse an Themen – ob im Job oder in der Welt – völlig überwältigt? In dieser Folge von Coffee Chaos Clarity geht es um ein leichtgewichtiges Denkmodell für mehr Klarheit im Alltag. Wir schauen uns den Circle of Influence (nach Stephen R. Covey) an – ein Werkzeug, das uns hilft, das oft überwältigende Gedankenchaos ganz individuell zu sortieren. Wir besprechen, wie wir unsere Perspektive schärfen können, um wieder handlungsfähig zu werden, ohne dabei in Schockstarre zu verharren. Erfahre, warum es so entlastend sein kann, den eigenen Hebel zu kennen, Dinge auch mal loszulassen und so Schritt für Schritt mehr persönliche Unabhängigkeit zu gewinnen. Eine Einladung zur Reflexion darüber, wo du deine Energie heute wirklich sinnvoll einsetzen möchtest.

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Timo: Willkommen zur neuen Folge von Coffee Chaos Clarity, eurem Podcast,

Timo: bei dem wir beim Kaffeetrinken versuchen, das Gedankenchaos zu sortieren und

Timo: Klarheit zu finden. Welches Thema haben wir heute, Silvi?

Silvi: Das Thema heute ist der Circle of Influence.

Timo: Oh, Circle, Influence. Ich bin sehr gespannt, was ich hier influencen kann.

Silvi: Da geht es um ein Denkmodell. Das stammt aus dem Buch Seven Habits of Highly Effective People.

Silvi: Der deutsche Titel ist Die sieben Wege zur Effektivität von Stephen R. Covey.

Silvi: Und wie sieht dieses Modell aus?

Silvi: Also man kann sich das so vorstellen, sind im Prinzip einfach drei Kreise.

Silvi: In der Mitte habe ich den Circle of Control. Da gibt es nochmal so einen Kreis außenrum.

Silvi: Das ist der Circle of Influence und es gibt noch einen Kreis außenrum.

Silvi: Das ist der Circle of Concern.

Silvi: Und wer das Modell nicht kennt, also ihr fragt euch jetzt vielleicht,

Silvi: hä, was hat es mit den drei Kreisen auf sich?

Silvi: Ja, also es ist wie gesagt ein Denkmodell und die Idee davon ist einfach,

Silvi: sich selber einzuordnen oder auch

Silvi: Themen einzuordnen, wo habe ich einen Einflussbereich und wo eben nicht.

Silvi: Und mal ein ganz einfaches allgemeines Beispiel.

Silvi: Ich entscheide, was ich esse, was ich anziehe, was ich kaufe.

Silvi: Das ist mein Circle of Control.

Silvi: In dem Circle of Influence, da habe ich

Silvi: ja zum Beispiel Einfluss auf mein Konsumverhalten. Also ich kann sagen,

Silvi: Dadurch, dass ich entscheide, was ich esse und was nicht, ich sage zum Beispiel,

Silvi: ich möchte kein Fleisch aus dem Supermarkt,

Silvi: dann bin ich damit in dem Circle of Influence, um zum Beispiel durch mein Konsumverhalten

Silvi: einen gewissen oder einen bedingten Einfluss auf die Rahmenbedingungen zu haben.

Silvi: Zum Beispiel Massentierhaltung möchte ich eben nicht unterstützen.

Silvi: Aber klar, ich bin nicht vor Ort, ich bin nicht in der Branche tätig.

Silvi: Also ich habe einen Einflussbereich, aber eben keinen direkten wie in dem Circle of Control.

Silvi: Und bei dem Äußeren, bei dem Circle of Concern geht es tatsächlich eher um so ganz große Themen,

Silvi: wie jetzt zum Beispiel Kriege, Menschenrechtsverletzungen, Klimawandel.

Silvi: Da mache ich mir Sorgen drum und da kann ich vielleicht gegen Missstände demonstrieren,

Silvi: Unterschriften sammeln,

Silvi: mich irgendwie aktiv versuchen zu beteiligen, aber mein Hebel,

Silvi: da was auszurichten, der ist halt viel, viel kleiner.

Silvi: Und genau, das ist so die Unterscheidung und durch das Modell hilft es eben

Silvi: eine gewisse Klarheit zu bekommen,

Silvi: also wo bin ich handlungsfähig, wo kann ich vielleicht auch meine Energie,

Silvi: meine Ressourcen investieren, um eine gewisse Wirksamkeit zu bekommen.

Timo: Super, vielen Dank, sehr gut verstanden. Bei mir bewirkt das so eine Vorstellung,

Timo: als würde ich in der Mitte von der Zwiebel sitzen und dann die Mitte der Zwiebel

Timo: habe ich unter Kontrolle, alles was, ich sag mal, in meiner Reichweite ist.

Timo: Und dann je weiter die Schichten nach außen gehen und wenn ich ganz außen bin,

Timo: habe ich die Sachen nicht mehr unter Kontrolle.

Timo: Das finde ich, glaube ich, ein ganz gutes Bild, den wir unseren ZuhörerInnen mitgeben können.

Silvi: Ja, schöne Metapher.

Timo: Sie müssen sich das ja vorstellen können.

Silvi: Ich habe jetzt zwar gefühlt direkt einen Zwiebelgeruch in der Nase.

Timo: Okay, weg damit. Brauchen wir nicht.

Timo: Ja, wie merkst du denn, dass du keinen Einfluss hast?

Timo: Oder was sind denn da für dich die Indikatoren, in welchem Circle du dich befindest gerade?

Silvi: Ich finde, das kann man so ad hoc gar nicht beantworten, weil ich glaube,

Silvi: das ist zum einen sehr, sehr individuell.

Silvi: Also man kann nicht einfach sagen, ja, bei dem Thema hast du Einfluss und bei

Silvi: dem nicht, weil das hängt ja von deiner individuellen Rolle ab.

Silvi: Und die kann ja durchaus auch privat und beruflich verschieden sein.

Silvi: Ja, ich glaube, mir geht es da eher darum, so ins Handeln zu kommen,

Silvi: also nicht in diesem, ich fühle mich überwältigt von der Masse an Themen,

Silvi: die ich irgendwie gerade auf dem Tisch habe oder im Kopf habe, wie auch immer,

Silvi: das so ein bisschen zu sortieren.

Silvi: Und ich denke da gerade an ein ganz konkretes Beispiel, wo wir das im Team immer angewandt hatten.

Silvi: Da gab es halt unheimlich viele Veränderungen, verschiedene Größenordnungen und so.

Silvi: Und wir haben das erstmal genutzt, um uns auch zu sortieren,

Silvi: indem wir alles, was gerade so ansteht, gesammelt haben.

Silvi: Das dann auch versucht haben, auf diesen Kreisen zu platzieren.

Silvi: Dann auch weiter runtergebrochen haben, weil es ja zum Beispiel Themen gibt,

Silvi: die sind vielleicht außerhalb deines Einflussbereichs, was die Dauer angeht.

Silvi: Oder du wirst nicht gefragt, machen wir das so oder machen wir das nicht so,

Silvi: sondern die Entscheidung ist vielleicht schon gesetzt.

Timo: Kommt jetzt vom Management oder so, so eine Entscheidung.

Silvi: Genau, genau. Es kann ja eine Unternehmensentscheidung sein,

Silvi: das ist gesetzt, also da hast du überhaupt gar keinen Einflussbereich.

Silvi: Und der Zeitraum, in dem das umgesetzt werden soll, ist wahrscheinlich auch

Silvi: gesetzt. Auch kein Einflussbereich.

Silvi: Aber wie es inhaltlich ausgestaltet wird auf Team-Ebene, das ist wiederum was,

Silvi: wo du vielleicht mitwirken kannst.

Silvi: Wo du vielleicht sogar einen Teil wirklich selbst kontrollieren kannst.

Silvi: Und das hat uns unheimlich geholfen, die Themen zum einen so aufzusplitten.

Silvi: Haben wir wirklich gar keinen Einfluss drauf? Oder wo können wir was machen?

Silvi: Wie gestalten wir das aus?

Silvi: Und das hat uns einfach dann auch wieder ins Handeln gebracht.

Silvi: Das hat geholfen zu priorisieren, Dinge transparent zu machen,

Silvi: eine Klarheit zu finden, was steht uns da bevor.

Silvi: Und durch dieses Kleinteilige war es auch irgendwie leichter,

Silvi: den ersten Schritt zu machen, weil dann einfach das Thema nicht mehr so groß wirkt.

Timo: Hilft das dann auch, also ich stelle mir das gerade vor, als ein tolles Modell,

Timo: das kann man auch privat machen mit seinen Aufgaben, wo man die Themen platziert.

Silvi: Klar.

Timo: Aber so in dem Beispiel, wo du es gerade gesagt hast, hilft es ja auch, Beispiel,

Timo: Termin vom Management vorgeben, dann und dann, drei Monate, dann geht es rein

Timo: ins Team, wie du gesagt hast, ihr zerlegt es auf die verschiedenen Kreise.

Timo: Es hilft dir aber dann auch, die Klarheit zu finden, was ist denn überhaupt,

Timo: nicht möglich in dieser Deadline. Du kannst dich nicht beeinflussen,

Timo: aber du kannst dir dann trotzdem zurückmelden, okay, in der Deadline können

Timo: wir das und das schaffen.

Timo: So kommst du ja auch wieder ins Handeln und das auch zurückspiegeln,

Timo: ob das dann natürlich anders entschieden wird.

Timo: Das hängt ja auch nicht in deinem Influence oder in deiner Einflussphäre,

Timo: aber ich glaube, das hilft dann auch nochmal dabei, das da runterzubrechen.

Timo: Auf jeden Fall. Und ins Handeln zu kommen, ja.

Silvi: Ja, auch konkrete Rückfragen zu stellen und dass vielleicht Themen dadurch auftauchen,

Silvi: die in dem Detailgrad noch gar nicht gesehen wurden oder so.

Timo: Okay. Ich verstehe sehr viel Handeln, ins Handeln zu kommen.

Timo: Ich habe nochmal eine Beobachtung, das klingt sehr einfach, so mit dem Beispiel,

Timo: aber es ist bei vielen auch eine große Hürde, auf die Dinge sich zu konzentrieren,

Timo: die dann in ihrem Einflussbereich auch vielleicht sind, versus die,

Timo: die nicht im Einflussbereich sind.

Timo: Ich kann es mir nicht immer so erklären, warum, weil es eigentlich so nahe liegt,

Timo: die Dinge, die man beeinflussen kann.

Timo: Und dann ist man so nicht im Handeln drin. Das Beispiel, was du gesagt hast, war total super.

Timo: Zum Beispiel, wenn man Sport macht oder vielleicht ein bisschen abnehmen will

Timo: oder hier Zuckerwerte zu hoch und dann ins Handeln zu kommen,

Timo: ist manchmal schwierig, habe ich so das Gefühl.

Timo: Weil man so groß denkt, weiß nicht.

Timo: Oder weil man manchmal Sachen nicht beeinflussen kann. Ich muss arbeiten,

Timo: ich muss acht Stunden arbeiten.

Timo: Da kommt mir immer schwierig rein, habe ich das Gefühl.

Timo: Geht das dir auch so oder ist das eher ein Randbereich?

Silvi: Ich glaube, es hat auch was damit zu tun, ob ich so versuche,

Silvi: meine Perspektive nochmal zu schärfen oder zu verrücken.

Silvi: Das Beispiel, das du gerade gesagt hast mit mehr Sport, da ist ja auch die Frage,

Silvi: warum möchte ich das machen?

Silvi: Möchte ich die Bikini-Figur für den Sommer machen?

Silvi: Hilft mir das gesundheitlich in irgendeinem Bereich oder ja,

Silvi: was auch immer ist der Anlass dafür und dann auch, was ist realistisch machbar.

Silvi: Also damit hat es ja auch was zu tun und da einfach die Perspektive auch vielleicht zu verrücken.

Silvi: Und zum einen eine Klarheit über das eigene Ziel, aber auch zu gucken,

Silvi: was ist ein realistisches Ziel und ein Stück weit auch, was ist meine Bereitschaft dazu.

Silvi: Also du kannst viel machen, aber willst du das?

Silvi: Du kannst dich jetzt nur noch von Proteinshakes ernähren, aber es ist das, was du willst.

Timo: Also es geht so, stimmt, du hast recht, es geht eher in die Richtung,

Timo: was ist dein Ziel und was du willst und hat weniger mit dem Circle-Modell zu

Timo: tun. Ja, hast recht, das stimmt.

Timo: Was vielleicht besser passt als Beispiel ist nochmal, dass man sagt,

Timo: hey, die andere Person soll das tun, was ich sage oder...

Silvi: Wovon träumst du denn?

Timo: Ja, genau, soll tun, was ich sage oder tun, wie ich es mache.

Timo: Das finde ich, das ist dann auch ein gutes Beispiel, wo man dann persönlich

Timo: sagen kann, hey, das ist Circle of Concern, das habe ich null unter Kontrolle,

Timo: das kann ich nicht beeinflussen.

Timo: Und der Circle of Influence ist dann, ich kann Sachen vorleben und die anders

Timo: machen und dadurch vielleicht dann auch abfärben oder so. Das ist,

Timo: glaube ich, da ein guter Punkt.

Silvi: Genau, und das Circle of Control ist halt, du kannst dein eigenes Verhalten, das kannst du steuern.

Silvi: Das ist auch nicht immer einfach. Wir leben ja alle irgendwie in unseren Mustern

Silvi: und Gewohnheiten, aber das ist dein Circle of Control, ja.

Timo: Ich habe das Gefühl, dass das Modell auch dann sehr so eine Mindset-Sache ist.

Timo: Konzentriere ich mich auf die Zukunft? Auf was ist vielleicht auch mit den Zielen?

Timo: Wo will ich hin? Was habe ich unter Kontrolle?

Timo: Versus auf die Sorgen zu konzentrieren auch nochmal. Das habe ich immer.

Timo: Was mir dabei hilft oder was auch uns, glaube ich, dabei hilft,

Timo: oder ich glaube auch dein großer Antreiber, ist ja auch Unabhängigkeit.

Timo: Das hilft hierbei nochmal, ne?

Silvi: Ja. Ja, genau. Ich mache mich nicht gerne abhängig und gucke dann auch einfach,

Silvi: wo ist sozusagen meine Nische.

Silvi: Also ich nehme selten die Gegebenheiten einfach so hin, wenn die für mich nicht passen.

Timo: Bist du noch ein Beispiel dazu?

Silvi: Nö, gerade nicht.

Timo: Ich bin auch gerade nochmal an einem rumdenken, was man sich gut nochmal dagegenlegen kann.

Timo: Ja, vielleicht ist es auch das Beispiel nochmal mit dem Chef,

Timo: wo man sagen kann, ich kündige versus,

Timo: ja, ich akzeptiere es so wie es ist und bleibe halt da drin und mache mir halt

Timo: Sorgen und bleibe in diesem Konzern und wechsle nicht in diesen Influence-Bereich zum Beispiel.

Silvi: Ja, ich meine, dieser Circle of Concern ist ja im Prinzip der Bereich,

Silvi: in dem ich mir Sorgen mache.

Silvi: Und dieses Sorgenmachen, ich weiß leider gerade nicht mehr, wo ich das mal gelesen

Silvi: habe, dient sozusagen dazu, dass es einem ein Gefühl von Kontrolle gibt.

Silvi: Also du hast ein schwieriges Thema, wovor du vielleicht auch Angst hast.

Silvi: Und indem du dir Sorgen machst, Szenarien durchspielst, was könnte passieren

Silvi: und was würde ich dann tun, ist ja alles sehr hypothetisch,

Silvi: suggerierst du dir selber sozusagen, dass wenn das alles so passiert,

Silvi: dann hast du das ja unter Kontrolle, weil du hast dir ja schon Sorgen drum gemacht

Silvi: und dich damit auseinandergesetzt.

Silvi: Aber das ist ja ein Trugschluss. Also weil zum einen passiert es selten so,

Silvi: wie man sich das ausmalt.

Silvi: Und dann was auch dazu kommt, selten handelt man so, wie man sich das ausgemalt hat.

Silvi: Und wahrscheinlich tritt es vielleicht gar nie ein. Also es bringt auf jeden

Silvi: Fall, es bremst eigentlich das eigene Handeln.

Silvi: Weil dieses Aktive, dieses Tätigsein findet nur in Gedanken statt.

Silvi: Aber es kommt eben nicht dazu, das in Taten umzuwandeln.

Timo: Ja, was du sagst, diese Gedanken von Kontrolle.

Timo: Man hat eigentlich nie über irgendwas Kontrolle gefühlt. Man kann so gute Pläne

Timo: machen oder sich so viel sorgen oder sonst was machen, aber unter Kontrolle hat man es selten.

Silvi: Ja, genau. Am Ende ist es ja auch ein Loslassen vielleicht von irgendwas und

Silvi: da finde ich einfach das Modell toll.

Silvi: Man muss das ja auch gar nicht aufmalen. Manchmal reicht ja so ein gedankliches, okay, wo bin ich gerade?

Silvi: Was ist möglich? Oder was bin ich bereit zu tun? Das ist ja auch nicht immer

Silvi: nur eine Frage von Möglichkeiten, sondern was bin ich bereit dafür zu tun?

Silvi: Welche Zeit bin ich bereit zu investieren? Welche Energie? Das alles spielt ja damit rein.

Timo: Ja genau, vor allem wie merke ich denn, wenn ich in diesem Concern Circle bin,

Timo: wenn ich viel Energie reinstecke und dann kann ich mir auch nur überlegen,

Timo: macht das überhaupt Sinn, will ich das überhaupt?

Timo: Oder auch nochmal dieses Unabhängigkeitsthema zu sagen, oh, das ist jetzt eine

Timo: Abhängigkeit, davon hänge ich ab.

Timo: Ich habe jetzt auch nochmal ein Arbeitsbeispiel, da von den Vorgesetzten oder

Timo: Vorgesetzten hänge ich ab.

Timo: Boah, nee, ich möchte ja lieber unabhängig sein, ich brauche da mehr Freiraum.

Timo: Dann kann man auch in diesen Circle of Influence kommen und da bessere Entscheidungen

Timo: für sich treffen. Das ist nochmal ein guter Punkt.

Silvi: Wobei ich jetzt aber auch, ich hätte ja am Anfang das Beispiel gebracht,

Silvi: Circle of Concern, die großen Themen wie eben Kriege und Menschenrechtsverletzungen und so.

Silvi: Ich will aber auf gar keinen Fall sagen, dass demonstrieren,

Silvi: Unterschriften sammeln, sonst wie sich irgendwie aktiv engagieren,

Silvi: dass das nichts bringen würde.

Silvi: Aber es ist natürlich die Frage, welche Ressourcen habe ich dafür zur Verfügung?

Silvi: Also sowohl mentale Ressourcen als auch vielleicht zeitliche oder finanzielle Ressourcen.

Silvi: Da hilft es einfach auch, auf sich selber zu achten.

Timo: Ja, das ist ein guter Punkt.

Silvi: Ich glaube auf jeden Fall, dass es wichtig ist, dass Menschen sich engagieren,

Silvi: demonstrieren und auf Missstände aufmerksam machen.

Silvi: Aber gleichzeitig muss auch jeder für sich gucken, dass er daran nicht ausbrennt.

Timo: Ja, die Energie, die man reinsteckt, das ist nochmal ein guter Punkt.

Timo: Also es ist immer gut, sich zu engagieren und da auch je mehr Sichtbarkeit für

Timo: etwas da ist, dann bringt das auch was.

Timo: Genau wie, hey, es ändert sich eh nichts.

Silvi: Ja, klar, wenn wir alle auf der Couch bleiben, ändert sich nichts.

Timo: Dann ändert sich auch nichts, genau. Das ist aber so dieses,

Timo: vielleicht ist das andere Beispiel nochmal, ich möchte diese Person ändern,

Timo: die soll so denken oder machen, wie ich sage.

Timo: Ich glaube, das ist nochmal ein richtig guter Punkt, was einfach nichts bringt,

Timo: wo man dann in diesem Circle of Concern ist.

Timo: Und dann viel zu viel Energie reinsteckt.

Timo: Also ich finde das Modell auf jeden Fall ein sehr nützliches Denkwerkzeug, Methodik.

Timo: Wir haben jetzt gerade nochmal ein paar Situationen besprochen,

Timo: die für sich zu bewerten einfach.

Timo: Wo stehe ich gerade? Warum bin ich gerade so ausgepowert? Warum brauche ich so viel Energie?

Timo: Und dann ist das ein gutes Ding, um einfach von Sachen loslassen zu können.

Silvi: Es ist auch, wenn ich nochmal zurückkomme auf das Beispiel, was ich vorhin gesagt

Silvi: habe, als wir das im Team so visualisiert haben.

Silvi: Wir haben dann auch nach, ich weiß gar nicht, nach einem Monat oder nach drei

Silvi: Monaten hatten wir dann auch nochmal drauf geguckt, wie hat sich das jetzt verändert?

Silvi: Was ist davon schon erledigt?

Silvi: Wie hat sich einfach das Bild verändert? Und auch das hat uns nochmal sehr viel

Silvi: Klarheit gebracht, da zu sehen, dass wir eben handlungsfähig waren.

Silvi: Und das, obwohl noch lange nicht alles erledigt ist und das eine oder andere

Silvi: vielleicht auch Verzögerungen oder irgendwas noch dazugekommen oder so,

Silvi: dass trotzdem zu sehen, hey, da gibt es eine Entwicklung und zwar eine positive

Silvi: und wir konnten handeln und haben jetzt nicht irgendwie in der Schockstarre verharrt.

Silvi: Das hat uns auch auf jeden Fall noch mal geholfen, da drauf zu gucken.

Silvi: Und das Schöne ist halt, dass es so super einfach ist.

Timo: Ich würde gerade sagen, mir fällt gerade auf leichtgewichtig,

Timo: immer wiederholbar, anwendbar.

Silvi: Du musst jetzt nicht das Buch dazu lesen, um die drei Kreise zu verstehen.

Timo: Ja, du musst die Kreise verstehen, kannst es aufmalen und für dich die Themen da rein.

Silvi: Ja, du kannst auch Vierecke draus machen, wenn dir das besser gefällt.

Timo: Ja, ist ja egal. Hauptsache du hast diese Unterscheidung und kannst dann das

Timo: visualisieren und drauf gucken. Das hilft ja auch schon sehr viel.

Silvi: Einfach so ein bisschen sich selber sortieren damit.

Timo: Mir helfen Visualisierung immer sehr bei sowas.

Timo: Ja, das ist schön, dass das Tool einfach so leichtgewichtig ist.

Timo: Das ist toll auf jeden Fall.

Timo: Ja, was würdest du sagen, ist deine Klarheit?

Silvi: Meine Klarheit für den Circle of Influence.

Silvi: Mir hilft es, so meinen eigenen Verantwortungs- und auch Machtbereich nochmal

Silvi: deutlich zu machen und zu gucken,

Silvi: wo bin ich am wirksamsten und wo kann ich demnach meine Ressourcen am sinnvollsten einsetzen.

Silvi: Also ja, im Prinzip, wo habe ich den größten Hebel?

Silvi: Das bedeutet nicht, dass ich die kleinen Hebel nicht auch bewege,

Silvi: aber es geht halt in die Richtung, wo kann ich am wirksamsten sein und wo bin

Silvi: ich vielleicht auch am unabhängigsten, weil natürlich der Circle of Control,

Silvi: da brauche ich niemanden fragen, um eine Entscheidung zu treffen.

Timo: Wo standen? Für mich sind es drei Punkte, die jetzt nochmal rausgekommen sind.

Timo: Das hatte ich glaube ich schon kurz erwähnt. Gutes Tool, um loszulassen von,

Timo: wenn man sich im Konzern befindet und Energie und okay, wo habe ich denn hier Einfluss?

Timo: Okay, da habe ich keinen Einfluss, kann ich loslassen, brauche ich nicht.

Timo: Reflektionswerkzeug erneut. Wo befinde ich mich? Also auch so,

Timo: wie oft bin ich in dem Circle of Concern?

Timo: Warum bin ich da? Vielleicht will ich doch lieber eher in den Circle of Influence

Timo: für verschiedene Situationen.

Timo: Deswegen ein gutes Reflektion. Und Antreiber zur Unabhängigkeit.

Timo: Das ist ja auch ein super Punkt, unabhängig zu sein. Also für mich zumindest.

Silvi: Ja, schöne Zusammenfassung. Danke.

Timo: Ja, sehr gerne. Ja, dann vielen Dank fürs Zuhören.

Timo: Das war Coffee Chaos Clarity, euer Podcast, bei dem wir beim Kaffee trinken

Timo: unser Gedankenkaus sortieren, um Klarheit zu finden. Vielen Dank. Tschüss.

Silvi: Tschüss.

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