#18 - Ist heute ein guter Museumstag?
Shownotes
Stell dir vor, du hast nicht mehr 25 Jahre vor dir, sondern nur noch 25 Sommer. Klingt komisch, oder? Genau diese Frage hat uns in dieser Folge nicht mehr losgelassen. Wir sprechen über Endlichkeit: über einen Kartoffelbauern, der ganz mit sich im Reinen wirkt, über die Idee der „Museumstage" aus einem Buch, das uns beide beschäftigt hat, und über die Frage, ob unendlich viel Zeit überhaupt erstrebenswert wäre. Dazwischen gibt es ein Zitat von Heinz Schenk, ein Gedankenexperiment à la Altered Carbon und die Erkenntnis, dass uns die eigene Vergänglichkeit vielleicht mehr Ruhe schenkt, als gedacht. Schnappt euch einen Kaffee und hört rein. Und überlegt danach gern mal: Wie sähe dein heutiger Museumstag eigentlich aus?
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00:00:03:
00:00:10: Willkommen zu einer neuen Folge von Koffee Chaos Clarity, eurem Podcast bei dem wir beim Kaffee trinken versuchen die das Gedankenchaos zu sortieren und klar zu finden.
00:00:20: Sylvie was ist das Thema heute?
00:00:22: Das Thema Heute ist Endlichkeit.
00:00:25: Oh, Endlichkeit!
00:00:26: Da fällt mir spontan der gute Heinz Schenk ein Hessischer Nationalheld.
00:00:33: Okay, wieso das denn?
00:00:35: Der hat vor einer Gefühl schon ewig langen Zeit ein schönes Gedicht oder auch ein Lied glaube ich dazu geschrieben geht folgendermaßen Es ist alles nur geliehen hier auf dieser schönen Welt es ist alles Nur gelien aller Reichtum alles Geld Es ist Alles nur Geliehen.
00:00:51: jede Stunde voller Glück musst du eines Tages gehen lässt Du alles hier zurück.
00:00:57: Okay, warum ist dir das direkt eingefallen?
00:01:00: Sehr schön.
00:01:00: Was
00:01:01: verbindest du mit dem Stichwort Endlichkeit?
00:01:04: Loslassen!
00:01:05: Also das ist so richtig schön loslassen.
00:01:08: Dieses was gehört ihr denn eigentlich im Leben?
00:01:11: gar nichts nur nicht mehr.
00:01:12: dein eigenes Leben gehört dir.
00:01:14: es geliehen von einer gewissen Zeit und ja Du kannst doch nicht mal entscheiden wann es zurückgibst.
00:01:22: Ja, kannst du schon.
00:01:23: Beim Normalfall tut man das nicht.
00:01:25: Das ist richtig.
00:01:25: Im Normalfallen tut man es nicht?
00:01:27: Ja okay, man kann das schon.
00:01:28: Du hast recht, das ist noch mein anderes Thema ein sehr tiefgreifendes Thema.
00:01:31: Stimmt hatte ich nicht mit auch im Schirm aber nur vom Malfall kannst du das nicht, das stimmt.
00:01:36: Ah ja... Okay, ich habe bei Endlichkeit also so wie du's jetzt beschrieben hast, alles nur gelieden.
00:01:46: soweit hab' ich noch nicht gedacht.
00:01:49: für mich war es eher so ja alles hat seine Zeit Also das eigene Leben, das hat seine Zeit.
00:01:55: Aber auch verschiedene Entwicklungsphasen, ja, verschiedenen Beziehungen sei es Freundschaften, sei es Liebesbeziehungen – alles hat eben seine Zeit.
00:02:12: und dass Endlichkeit meinem Leben in sofern ein Wert gibt weil ich mir dann auch bewusst machen, okay was ist denn für mich überhaupt wichtig?
00:02:25: Eben weil es nicht so dieses All kann man später immer noch machen.
00:02:29: Also Endlichkeit in gewissen Abschnitten auch für verschiedene Ereignisse, verschiedene Themen... Genau!
00:02:34: ...
00:02:34: dass ich jetzt nicht in Für Immer denken muss sondern mich darauf fokussieren kann, was ist denn jetzt gerade wichtig in meinem aktuellen Kontext?
00:02:45: Unterbrückstegung der Lebensumstände und so?
00:02:49: Das heißt es ist auch kein Thema.
00:02:50: also du hast erst am Lebensende kommt.
00:02:52: Sondern es findet offen eine Daily Basis statt täglich oder keine Ahnung.
00:02:58: Ich habe das einfach nein gesagt.
00:02:59: ich glaube es hängt stark davon ab wie man selber dazu steht bei dem Thema Endlichkeit.
00:03:07: Wir könnten das jetzt auch religiös, spirituell beleuchten.
00:03:13: Ich glaube dazu haben wir nicht genug Wissen über verschiedene Religionen.
00:03:18: Aber es gibt ja die Idee von ... Von Reinkarnationen, von irgendwie Unsterblichkeit und ... Ja!
00:03:28: Davon reden wir aber nicht.
00:03:29: Nee, davon reden wir nicht.
00:03:30: Wir
00:03:30: reden hier ganz rational vom ... Das Leben überhaupt.
00:03:34: Und philosophieren ein bisschen drüber rum.
00:03:36: Ja.
00:03:38: Genau, aber ich glaube tatsächlich es hängt stark davon ab wie du selber da draufblickst und zum Beispiel ob du auch bereit bist dich mit deiner eigenen Endlichkeit eben zu befassen weil das hat ja auch vielleicht einen schmerzhaften Aspekt zu sagen jetzt mal echt so drüber nachzudenken.
00:04:02: was was will ich denn noch vom Leben?
00:04:04: Und ich habe da vor kurzem ein schönes Buch gelesen, das hieß «Fünfundzwanzig letzte Sommer».
00:04:13: Da ging es eben um so einen gestressten Mensch der da einen sehr durchgetakteten Alltag hatte.
00:04:21: Er war irgendwie am Wochenende in einem Ferienhaus und auf jeden Fall hat er zufällig einen Kartoffelbauern getroffen.
00:04:32: Seine Kartoffeln sortiert nur ein Tag für Tag und hat da einfach auch den Eindruck vermittelt, hey der ist völlig mit sich im Reinen.
00:04:40: Und die beiden sind eben ins Gespräch gekommen... ...und ich will da gar nicht so viel spoilern.
00:04:45: vielleicht hatte er jemanden, der uns zuhört Lust das Buch noch zu lesen.
00:04:52: Ja aber der Titel «Fünfundzwanzig letzte Sommer» kommt eben daher dass der irgendwann sagt, hey wie verbringe ich denn meine restliche Lebenszeit?
00:05:01: Stell dir vor du hast noch twenty-fünf gute letzte Sommer.
00:05:05: Und das legt ja auch schon so die Blickrichtung auf.
00:05:13: viele Menschen erreichen zwar ein gewisses Alter aber bis wohin?
00:05:17: können sie autark leben und können sie vielleicht auch noch reisen oder was auch immer?
00:05:25: Das ist ja nicht immer gegeben.
00:05:26: Bei vielen Menschen sind auch die letzten Jahre vielleicht durch Krankheit geprägt oder durch irgendwelche Einschränkungen und deswegen die Betonung auf den guten letzten Sommer.
00:05:39: Ich finde, es ist eigentlich nur eine kleine Änderung im Sinne von Hier, ca.
00:05:48: so viel an und im Sommer, wenn du das ... Das legt mal den Fokus auf diese Endlichkeit auch drauf.
00:05:56: Es kommt einem dann nämlich plötzlich nicht mehr soviel vor?
00:05:58: Ja!
00:05:59: Jahre sein, Jahre, hey.
00:06:02: Keine Ahnung, wenn man in dem Arbeitskontext, ich hab noch bis zu Rente.
00:06:06: Das ist ja noch ewig, aber wenn wir dann ein bisschen ... Sommer bis zur Rente oder auch letzte Sommer, das ist dann nochmal ein Unterschied.
00:06:15: Ja und es geht ja nur von einer statistischen Zahl aus.
00:06:20: Also letztendlich jeder von uns kann jeden Tag einen total blöden Unfall haben und dann geht gar nicht drum, dass man jetzt gleich verstirbt.
00:06:33: aber das Leben wie ich es bisher kannte ist vielleicht auch... hat seine Endlichkeit erreicht, weil dieser Unfall mich in irgendeine Art und Weise einschränkt.
00:06:44: Das
00:06:44: ist auch ein guter Punkt.
00:06:45: also Thema Sicherheit.
00:06:48: heutzutage fühlt sich alles so sicher an.
00:06:51: wir leben in der sicheren Welt, sichere Umgebung zumindest für uns.
00:06:55: ich rede jetzt von unserer in Deutschland.
00:06:57: Wir leben hier und dann ist es halt alles sicher.
00:07:00: das wiegt einen so in so einer Annehmlichkeit.
00:07:06: Und dann beschäftigt man sich mit dieser Endlichkeit gar nicht so, aber wie du sagst es kann eigentlich jeden Tag vorbei sein.
00:07:13: Haushaltsunfälle durch die Statistiken an, häufigste Todesursache damit dass man ja die Treppe runter fällt und dann ist das vorbei.
00:07:23: Wir wollen hier nicht die schlimmsten Szenarien durchspielen sondern uns ja mit dem Thema Endlichkeit befassen und wie wir darauf blicken
00:07:32: Gehört aber dazu.
00:07:33: Das
00:07:34: ist
00:07:35: ein Subländen, finde ich.
00:07:37: Ich habe noch ein anderes Buch, was mich in dem Zusammenhang beschäftigt hat?
00:07:45: Die Buchempfehlungsfolge heute!
00:07:49: Da hab' ich dann wiederum eine unendliche Liesenliste.
00:07:53: Das weiß ich nicht mehr.
00:07:56: Genau da geht's ... das Buch is The Big Five for Life von John Strelecki.
00:08:03: Ich hoffe, ich habe das richtig ausgesprochen.
00:08:05: darüber stolpe ich immer wieder und da drin geht es um die Museumstage.
00:08:12: also stell dir vor dass du am Ende vom Leben gibt's so eine Art Museum über dein Leben und da ist jeder deiner Tage ausgestellt.
00:08:24: und wenn du also deine Zeit hauptsächlich mit irgendwelchen Sachen verbringst, die dir gar keinen Spaß machen oder wenn du so ein Kriskram bist, der irgendwie gemeint zu andern ist und so.
00:08:35: Dann wäre das halt in dem Museum ausgestellt und dann wären großer Teil, wären irgendwie so unbeliebte Exponate.
00:08:45: Und indem du dir die Frage stellst es heute ein guter Museumstag hast du so eine Art Werkzeug um auch deine Lebenszeit aktiv zu steuern.
00:08:56: Das heißt jetzt nicht dass jeden Tag immer was mega tolles passieren muss und alles immer.
00:09:05: Aber es fordert einem auch irgendwie dazu, auf Entscheidungen zu treffen die vielleicht einen positiven Impact haben oder nicht so sehr an Ärger festzuhalten.
00:09:16: also genau wo leg ich meinen Fokus drauf?
00:09:18: Ich glaube dazu hilft diese Frage.
00:09:21: Woher weißt du was ein Museum steht?
00:09:23: oder weil er weiß das ein Museumstag ist?
00:09:26: Nein das ist ja meine eigene Bewertung.
00:09:29: Also wenn ich jetzt zum Beispiel einen Job habe, in dem ich super unzufrieden bin.
00:09:37: Aber ich ändere nix daran.
00:09:39: Dann weiß ich ja okay...in meinem Museum ist ausgestellt.
00:09:45: Sie hat sich jeden Tag zur Arbeit geschleppt obwohl sie auf diese Aufgaben gar keinen Bock hatte.
00:09:49: Das finde ich traurig!
00:09:51: Ja das kann man auch bildlich festhalten wie ein Mann am Schreibtisch sitzt Und hat so ein bisschen runterhängende Mundwinkel und kein
00:09:59: Bock.
00:09:59: Genau, wenn du mir das immer anguckst und sagst hey ist doch voll schade.
00:10:04: Es gibt vielleicht noch ein ganz anderes Potenzial wo es nie dran gegangen
00:10:08: wird.
00:10:08: Ja, wenn man das wieder verbindet mit hier fünfansletzte Sommer oder fünfanzeig Jahre bis zur Rente will man nicht irgendwie für jedes Jahr dieses Bild im Museum hängen.
00:10:19: Da hast jetzt gerade die Rente angesprochen.
00:10:22: also... gibt ja auch häufiger Menschen, die sagen, ah wenn ich dann in Rente bin, dann mache ich das.
00:10:29: Weil es so diese Idee von Dann habe ich viel Zeit.
00:10:34: Aber gleichzeitig wird eben außer Acht gelassen dass das vielleicht gar nicht mehr vergleichbar ist wie wenn ich's halt heute mach und du hast zwar die ressource zeit aber vielleicht hast du weniger finanzielle ressourcen Oder du hast nicht mehr gesundheitlich die Ressourcen, um ... weiß ich nicht.
00:10:57: Den Kilimanjaro zu erklimmen.
00:10:59: oder so wenn das jetzt von irgendjemand der Traum wäre?
00:11:03: Da finde ich auch wieder interessant wie viel überhaupt eigentlich geht.
00:11:07: Auch wie viele Menschen mit körperlichen gesundheitlichen Einschränkungen da durch puren Willen einfach Sachen erreichen damit.
00:11:15: Ich weiß, ich hab leider den Namen vergessen aber auch jemand Kilimanjaro wo du sagst.
00:11:19: Ja da war bei der EUFT ne?
00:11:21: Genau ohne dem beide Beine fehlen komplett.
00:11:25: Ich
00:11:25: glaub eins.
00:11:26: Eins wurde ihm als Kind amputiert genau und er wollte aber keine Prothese.
00:11:31: also er läuft immer mit Krücken.
00:11:33: Er läuft immer krücken ohne Prothese und ist dann in Kiliman-Jarro hoch.
00:11:37: so Sachen die man sich erfüllen kann Ja.
00:11:40: Das geht schon noch, natürlich sehr abhängig zum Kontext und der Krankheit muss man ganz klar sagen kann man nicht pauschal so sagen.
00:11:46: aber ich glaube wenn man sich das nochmal bewusst macht dann es geht ja auch drum dann diese Endlichkeit zu akzeptieren und dann zu überlegen ja positiv zu besetzen was mache ich draus?
00:11:58: Genau!
00:11:59: Was ist mir denn wichtig und worauf möchte ich meinen Schwerpunkt legen?
00:12:06: diesen Museumstag auszugestalten.
00:12:08: Ja, genau!
00:12:10: Ich habe sogar noch ein Buch-Tipp...
00:12:13: Oh Gott!
00:12:13: ...
00:12:15: so nämlich als Gegenentwurf und zwar ist das das Buch Für Immer von Maja Lunde Und da bleibt an einem Tag die Zeit stehen und in dem Buch werden halt verschiedene Protagonisten also wie sie das erleben?
00:12:30: Aus ihrer Sicht beschrieben und es ist ganz unterschiedlich.
00:12:35: Also, manche die eher so Richtung Lebensende sind und ja nicht mehr berufstätig auch.
00:12:41: Und die dann sagen, jetzt habe ich unendlich Zeit!
00:12:45: Jetzt kann ich noch das, dass und das machen, vielleicht zu Versäumnisse nachholen?
00:12:54: Es ist eine Person, die eine schwere Krankheit hat, wo es heißt sie stirbt daran aber durch dieses die Zeit bleibt stehen ist diese Krankheit eben auch gestoppt.
00:13:06: Und sie hat auch plötzlich ganz viel Zeit mit der Familie oder für ihren Job und andere aber wiederum, die zum Beispiel ein Kind erwarten ... Oder kleine Kinder haben, die entwickeln sich halt nicht.
00:13:22: Also die bleiben auch genau an dem Punkt stehen.
00:13:27: Ich fand es irgendwie so im ersten Moment der Gedanke, boah, unendlich viel Zeit!
00:13:32: Gibt's ja auch Zischfilme dazu.
00:13:36: Den war geil, dann kann ich alles machen!
00:13:40: Aber gleichzeitig glaube ich auch dass es irgendwann zum einen sein Wert verliert.
00:13:46: Du musst ja nix mehr priorisieren, da kannst du ja noch ein hundert Jahren noch machen und das es irgendwann vielleicht auch erschöpft ist... und du vielleicht gar nichts mehr damit anzufangen weißt, und so dich vielleicht auch hilflos fühlst verzweifelt.
00:14:03: Das kommt glaube ich stark drauf an was es für Möglichkeiten gibt.
00:14:08: also wenn ich mir die Zeit heute angucke wo... Also das hört sich jetzt sehr weit her geholt.
00:14:15: Ich weiß wo man dass da sein auf dieser Erde verbringen muss und kann Und darf?
00:14:23: Dann klingt das erst mal, okay, irgendwann gibt's nichts mehr was du machen kannst.
00:14:26: Was du tun kannst?
00:14:27: Wenn ich mir vorstelle, irgendwann, keine Ahnung, interplanetar hier so Star Trek-mäßig oder auch ...
00:14:33: Wenn du dich irgendwo hinbeamen kannst.
00:14:35: Kannst dich irgendwohin beamen und kannst mit Raumschütteln.
00:14:37: Steigst in dein ...
00:14:39: Raumschiff und ...
00:14:39: Space Shuttle!
00:14:41: Ja, vielleicht ist es dann auch irgendwann wie mit dich bereist die Erde und hab viele Länder gesehen.
00:14:46: Irgendwann ist das schöpfend vielleicht... Aber ich stelle mir sehr gerne vor, dann so fremde Planeten angucken und sehen.
00:14:54: Und glaube ich da könnte man ein paar Leben damit fühlen gefühlt.
00:14:59: Ja vielleicht.
00:14:59: Vielleicht ist das eine Theorie, ich weiß es
00:15:01: nicht.
00:15:02: Ich wollte nur sagen der Kontext gehört dazu.
00:15:04: Ich verstehe was du sagst aber es gehört auch der Kontex dazu wo wie man lebt und dass man für Möglichkeiten hat.
00:15:11: Ja okay, da muss ich noch mal drauf rumdenken was sich damit machen würde.
00:15:16: Ich hab auch noch mal zwei Beispiele, die mir gerade im Kopf ... also jetzt auch aus Film und Fernsehen.
00:15:22: Da gibt's einmal den Film In Time, das ist der mit Justin Timberleg, wo die Zeit runterläuft auf dem Arm, wo man dann halt das als Währung nimmt, was so ein bisschen gesellschaftskritisch auch ist, mit denen.
00:15:34: die Reichen haben viel Zeit, die leben hunderte von Jahren.
00:15:38: Das fand ich immer schon ein spannender Film, ein spannende Gedanke aber auch wie krass es dann ... auch wieder in die Richtung, so wie heute mit Geld.
00:15:48: Die Reichen und die, die sich viel leisten können haben dann halt die langen Lebenszeiten, die Leuten denen es nicht so gut geht.
00:15:54: Die haben keine Lebenszeit bzw.
00:15:57: wenig.
00:15:58: Na andererseits ist Reichtum ja keine Garantie dafür gesund allzu werden.
00:16:02: also natürlich du musst meistens weniger hart körperlich arbeiten.
00:16:09: Du kannst dir bestimmt bessere Ärzte leisten oder zu den besten Ärzten der Welt fliegen.
00:16:18: Nichtsdestotrotz, wenn dich sowas wie Krebs erwischt ... dann hilft dir das meistens auch nichts?
00:16:25: Nee, das stimmt.
00:16:26: Ich weiß aber gar nicht, ob in dem ... Also war ja auch Science-Fiction.
00:16:30: Ob da nicht alle Krankheiten geheilt waren oder so.
00:16:32: Das weiß ich aber nicht mehr, also kann ich mir sagen.
00:16:35: Das war der erste.
00:16:35: und zweite Punkt ist die ... Ich glaube, der Name ist Unsterblichkeits ... Chroniken und ich glaube auf Englisch heißt Altered Carbon.
00:16:47: Ah ja,
00:16:47: da gibt es auch Bücher.
00:16:48: Gibt's auch Büchern?
00:16:49: Ja, gibt's auch Bücher und eine Serie.
00:16:52: Und da war halt der Hintergrund zu sagen... Auch da die reichen Menschen haben ihre Klone sozusagen auf Eis liegen sag' ich mal.
00:17:04: Wenn sie sterben dann wird sofort ein neue Klon reaktiviert und das Bewusstsein oder das Wissen Beziehungsweise andersherum, ihr Wissen oder ihr Gehirn wird kontinuierlich in den Satelliten hochgeladen.
00:17:19: Und sobald sie sterben, wird es in den Klonen eingespeist und ist eine Sache von ... keine Ahnung was?
00:17:25: Von zwei Stunden oder so.
00:17:27: Dann wachen Sie mit dem geletzten Gedanken auf.
00:17:30: So Gefühl wie er sich umgebracht hat oder auch was da passiert ist.
00:17:33: Und leben aber weiter.
00:17:36: Auch ein sehr spannendes Gedankenexperiment.
00:17:42: Auch da, wenn du hunderte oder zweieinete Jahre ... Da kam es dann auch zu dem Punkt, den du gesagt hast.
00:17:47: Dass das denen dann irgendwann langweilig ist?
00:17:49: Wenn Leute zwei, drei Hundert Jahre leben und eigentlich nichts mehr zu tun haben.
00:17:54: Ja.
00:17:54: Und ich habe auch bei dem Buch von Maya Lunder so gedacht, dass jedes Leben endlich ist, schafft ja auch wieder Platz für neues Leben.
00:18:07: Auch das?
00:18:08: Und schafft Raum für ... neues Leben kann sich entwickeln und damit auch wieder anderes, was ich entwickeln kann.
00:18:17: Also so alles, was vergänglich ist bietet auch wiederum den Nährboden für etwas Neues.
00:18:29: Ja.
00:18:30: Das stimmt!
00:18:30: Wenn das vergeht entsteht auch etwas Neues.
00:18:34: Das sehe ich auch so.
00:18:35: Ich habe jetzt zwischendrin gerade gelacht, weil ich dachte ah okay wenn jemand von unseren HörerInnen Buch-Tipps haben möchte, bitte an Silvi Wensen!
00:18:43: Genau.
00:18:44: Für vielen Tipps
00:18:45: für Timo.
00:18:47: Ja da können wir uns gut abwechseln auf jeden Fall.
00:18:49: Ja das stimmt.
00:18:52: Ne aber das ist schön.
00:18:53: dieses Endlichkeit es ist dann auch jetzt nochmal.
00:18:55: also ich finde es positiv besetzt hat mehr positiver Aspekte als diese Tabuisierung wie es vielleicht auch im Alltag Vorkommt.
00:19:05: Ach für mich bringt das auch eine gewisse Demut mit sich, so mich selber nicht zu wichtig zu nehmen.
00:19:12: Vielleicht reduziert den Druck verursacht der Leicht drum?
00:19:16: Ja und es ist auch so.
00:19:19: hey ich versuche meine Zeit gut zu nutzen.
00:19:22: vielleicht kann ich andere Menschen mit irgendwas inspirieren dann ist ein guter Museumstag.
00:19:28: ja und das muss reichen.
00:19:33: Ich bin nicht
00:19:33: in die Geschichtspüche, aber das ist so.
00:19:36: Nee klar!
00:19:37: Aber ich glaube es hilft auch weil da halt viel Angst mitspielt wenn was passiert und uns halt auch ungewiss bzw.. Ist es wichtig dann versuchen dann auch dieses Loslassen irgendwie in den Kopf zu kriegen beziehungsweise dann auch diese Endlichkeit positiv zu besetzen?
00:20:00: Das ist glaube ich so der Punkt.
00:20:02: Schöne Schlusswort.
00:20:03: Schönen Schlusswort!
00:20:05: Wollen wir es noch mit einem Zitat, was wir mitgebracht haben, schließen?
00:20:09: Du hast noch ein Zitat mitgebrach.
00:20:11: Ja klar du hast einen Zitat angefangen.
00:20:12: dann schließ auch gerne mit einem zitat
00:20:14: und das kennen hoffentlich die meisten.
00:20:18: kommt aus live of bryan.
00:20:23: Okay ich fasse nochmal kurz zusammen.
00:20:25: Wir reden hier über Endlichkeit was auch mit dem Tod zusammenhängt Und Timo startet mit Heinz Schenk und endet mit Life of Pride.
00:20:32: Das
00:20:33: ist doch eine richtig schöne runde Sache, dann würde ich sagen!
00:20:36: Ja das Zitat geht folgendermaßen... Denn was hast du schon zu verlieren?
00:20:41: Du weißt, du kommst aus dem Nichts und gehst wieder ins Nichts zurück.
00:20:45: Was hast du also verloren?
00:20:47: Nichts.
00:20:52: Tschüss, tschüss!
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