#2 - Die, die da sind
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir darüber, wie wertvoll es sein kann, sich auf ungeplante Begegnungen einzulassen – sei es beim Barcamp, im Meeting oder auf der eigenen Geburtstagsfeier. Wir teilen persönliche Erfahrungen, wie wir durch einen offenen Blick auf die Menschen um uns herum nicht nur neue Perspektiven gewinnen, sondern auch entspannter und mit mehr Leichtigkeit durch den Alltag gehen.
Wir diskutieren, wie unser Wunsch nach Bestätigung und Wohlfühlfaktor manchmal Innovation und echte Verbindung verhindert – und warum gerade die vermeintlich „falschen“ Personen oft unsere besten Lehrer sind. Ob im Job, bei privaten Events oder an der roten Ampel: Wer da ist, ist genau richtig. Lass dich inspirieren und entdecke, wie dieser Perspektivwechsel mehr Klarheit und Gelassenheit in dein Leben bringen kann.
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moti: Willkommen zur neuen Folge von 3C, Coffee, Chaos, Clarity, eurem Podcast,
moti: bei dem wir beim Kaffee trinken versuchen, das Gedankenchaos zu sortieren und Klarheit zu finden.
moti: Sylvie, was ist unser Thema heute?
Ilvis: Puh, unser Thema heute, wir haben ja vorhin so ein bisschen überlegt,
Ilvis: was ist der passende Titel und wir haben uns darauf geeinigt.
Ilvis: Der Titel ist, die Person, die da ist, ist genau die richtige.
moti: Was meinst du damit? Das klingt sehr, sehr spannend, finde ich.
Ilvis: Ja, mir kam dann eine Situation in den Sinn, wo mir genau dieser Gedanke,
Ilvis: diese Haltung, die Person, die da ist, das genau die Richtige,
Ilvis: sehr geholfen hat. Und zwar war das bei einem Barcamp.
Ilvis: Wer das Format Barcamp nicht kennt, das ist so eine Art Workshop-Tag,
Ilvis: in dem es Vorträge, Workshops, Diskussionen gibt, die aber die Teilnehmer eben selbst bereitstellen.
Ilvis: Also es ist keine fixe Agenda, sondern jeder kann das Session angeben.
Ilvis: Man gestaltet die Agenda selbst.
Ilvis: Ja, das kurze Sidenote. Das ist ein Barcamp.
Ilvis: Und bei so einer Veranstaltung hatte ich eben die Situation,
Ilvis: dass ich von einer Person eine Aussage gehört habe, die bei mir eher zu einem
Ilvis: Augenrollen geführt hat.
moti: Das kenne ich sehr gut, das Augenrollen, ja.
Ilvis: Mein Augenrollen?
moti: Ja, das ist super.
Ilvis: Ja, auf jeden Fall werden ja dann auch zufällig Gruppen oder Paarungen gebildet
Ilvis: und ich dachte so, oh no, nicht die Person.
Ilvis: Aber natürlich, wie das der Zufall so will,
Ilvis: war ich dann eben mit dieser Person in einer Gruppe und habe dann eben gedacht,
Ilvis: okay, die Person, die da ist, ist genau die Richtige und das hat mir geholfen.
Ilvis: Von diesem Oh-No-Gedanken auch loszulassen und mich darauf einzulassen.
Ilvis: Und ich würde sogar sagen, dass es im Nachhinein besonders wertvoll war,
Ilvis: weil es natürlich immer, wenn du mit Menschen zu tun hast, die auch einfach
Ilvis: eine komplett andere Sicht auf verschiedene Themen haben,
Ilvis: erweitert es den Horizont. Auch wenn es vielleicht ein bisschen holprig in manchen Situationen ist.
moti: Bei mir fühlt es sich gerade so anders. Jeder kann wahrscheinlich sich da reinfühlen.
moti: Es gibt immer so Menschen und das würde ich sagen Triggerpunkte,
moti: die einen dann so denken, oh nee, bitte nicht der oder nicht die.
moti: Da habe ich jetzt gerade überhaupt keinen Bock drauf.
moti: Und das ist ganz normal. Das ist, glaube ich, auch in Ordnung.
moti: Diesen Gedanken darf jeder für sich zulassen.
moti: Aber du beschreibst es gerade schön, dass man das dann einfach versucht,
moti: sich bewusst zu machen in dem Moment.
moti: Das ist ja nochmal ein wichtiger Schritt oder ein anstrengender Schritt manchmal.
moti: Und entspannt einen auch. Also es ist ein Satz, dem eigenen Wohlbefinden dient eigentlich.
Ilvis: Total. Und es gibt halt einfach auch eine Chance, indem du den Raum aufmachst für Austausch.
Ilvis: Und ja, was vielleicht auch hilft oder weshalb diese Haltung,
Ilvis: die Person, die da ist, ist genau die richtige.
Ilvis: Die Person und ich, wir waren ja schon auf der gleichen Veranstaltung.
Ilvis: Wir haben uns für die gleiche Session interessiert.
Ilvis: Also gibt es da ja eine Schnittmenge oder eine Gemeinsamkeit und daran kann man immer anknüpfen.
moti: Und ja, auf jeden Fall, was mir gerade noch mal einfällt, den Gegenpol sich
moti: kurz vorzustellen als Beispiel.
moti: Wenn man nicht in diese Entspannung reingeht und den Satz, die,
moti: die da sind, sind genau die richtigen, nicht lebt, dann hat man den ganzen Tag eine Anspannung.
moti: Man ist mit der Person in derselben Gruppe. Man muss sich mit der Person unterhalten.
moti: Also man tut sich selbst nicht gut, indem man sich nicht auf das Thema konzentrieren
moti: kann, was gerade da ist und hebt eigentlich auf sein Stresslevel und tut seiner,
moti: ich würde es mal sagen, Gesundheit einfach nicht gut.
Ilvis: Genau, du hast einen komplett anderen Fokus. Du fokussierst dich nur drauf,
Ilvis: ich habe keinen Bock auf die Person.
moti: Und das Thema, warum du eigentlich da bist, warum du Spaß haben willst,
moti: das gerät in den Hintergrund.
moti: Definitiv, das ist sehr, sehr spannend. Wie hast du den Tag dann noch gemeistert?
moti: Kannst du da noch ein paar Insights geben?
Ilvis: Die Session war auf jeden Fall wertvoll, bereichernd und ich habe das auch im
Ilvis: Nachgang mir einfach nochmal überlegt,
Ilvis: wie wäre es vielleicht mit einer anderen Person gewesen und das ist ja, man hat ja oft dieses,
Ilvis: man arbeitet gerne mit Menschen zusammen, die ähnlich ticken.
Ilvis: Ich weiß nicht mehr genau, wie dieser Bias heißt, aber so richtig Innovation
Ilvis: oder neue Gedanken entstehen halt meistens mit den Menschen,
Ilvis: wo man nicht so komplett auf einer Wellenlänge ist, weil die meistens dir eine
Ilvis: andere Perspektive zeigen.
moti: Nochmal ganz kurz, ich glaube es heißt Confirmation Bias, ich bin mir nicht
moti: ganz sicher, das kann gut sein.
moti: Für diejenigen, die Bias nicht kennen, wollen wir da nochmal ganz kurz reingehen.
moti: Okay, also laienhafte Erklärung, liebe HörerInnen, bitte schmeißt mich nicht den Berg runter.
moti: Also es ist, ich würde sagen, ein Vorurteil in Deutsch, dass man gewissen Menschen
moti: oder auch Verhaltensweisen gegenüber hat, das sich dann im Kopf manifestiert
moti: und wo man dann halt vielleicht sogar Menschen dann,
moti: du hast diese Confirmation, also Bestätigungsvorurteil genannt,
moti: Also, dass man sich mit Menschen zusammentut, die gerne die gleichen Gedanken
moti: haben und das würde ich darunter verstehen.
moti: Das ist einfach so ein geframter Gedankengang.
moti: Das ergänzt gerne vielleicht, habe ich das nicht richtig wiedergegeben.
Ilvis: Ja, man kennt es auch, also Vorurteil klingt für mich so,
Ilvis: als könnte man das auch aktiv steuern und ein Bias ist vielmehr so eine Art
Ilvis: Verzerrung und die vor allem unbewusst abläuft.
Ilvis: Also das heißt, ich muss es mir erst mal bewusst machen, dass diese Verzerrung
Ilvis: oder dieses Muster bei mir stattfindet, bevor ich tatsächlich aktiv daran arbeiten kann.
moti: Ich glaube Muster. Also wenn man Confirmation by ist dann nochmal übersetzt
moti: und dann ist es so ein Bestätigungsmuster, dass man gerne mit Leuten natürlich
moti: zu tun hat, die die eigenen Muster mitleben, bestätigen.
Ilvis: Ja, voll der Wohlfühlfaktor.
moti: Ja, super, passt. Okay, vielleicht nochmal so weit, dass die Leute,
moti: falls sie es nicht kennen, was wir darunter verstehen, ich fand es jetzt gut,
moti: dann lass uns doch nochmal den Bogen rüberbringen zu dem, was du gesagt hast, dass man eigentlich,
moti: vielleicht würde ich es so nennen, mehr wachsen kann, wenn man sich mit Leuten
moti: umgebt, die nicht diesen Bestätigungsmuster haben wie einem selbst.
Ilvis: Er ist auf jeden Fall auch manchmal anstrengend.
moti: Das fühle ich auch total. Das ist sehr, sehr anstrengend. Das ist Energie.
moti: Aber so dieser Moment danach, so geil, jetzt habe ich richtig was mitgenommen.
moti: Und die Perspektive war mir gar nicht klar.
moti: Ich kann nur jedem sagen, es lohnt sich.
Ilvis: Hast du denn sonst noch Beispiele zu der Person, die da ist?
Ilvis: Das ist genau die richtige.
moti: Ja, auf jeden Fall. Und was mir spontan oder auch im Vorhinein eingefallen ist,
moti: ist aus dem Arbeitskontext, ist zum Beispiel auch Mason Meetings.
moti: Man wartet, manche Personen kommen nicht, die sind eingeladen,
moti: die haben vielleicht nicht bestätigt, die haben nicht zugesagt oder sind nicht erreichbar.
moti: Aber da kann man das auch. Das ist ein simples Beispiel, wo ich sagen kann,
moti: die Personen, die da sind, sind genau die richtigen.
moti: Auch wenn es vielleicht ein Entscheider ist oder eine Entscheiderin.
moti: Das ist, glaube ich, egal.
moti: Und das kann immer passieren, dass das nicht stattfindet, aber man setzt sich
moti: halt selbst so unter Druck.
moti: Jetzt sind die nicht da, jetzt können wir sie nicht besprechen.
moti: Die Arbeit schiebt sich nur auf.
moti: Und wenn man sich den Satz vergegenwärtigt, dann kann man doch auch versuchen
moti: loszulegen und was damit anzufangen mit dieser Zeit.
Ilvis: Ja, ich finde, also die Frage dabei ist halt, du hast gerade gesagt,
Ilvis: vielleicht fehlt ein Entscheider, dann ist halt schon die Frage, was ist der Outcome?
Ilvis: Also können wir ein Outcome erzeugen ohne die fehlenden Personen?
moti: Richtig, auf jeden Fall. Also das muss man sich angucken, dass man die Zeit
moti: dann auch sinnvoll nutzen kann. Das stimmt.
Ilvis: Meetings, da können wir auch wieder eine eigene Folge zu machen.
moti: Ja, stay tuned, kommt eine Folge bestimmt, bin ich mir ziemlich sicher.
moti: Ja gut, aber das stimmt mit dem Entscheider, aber auch da, wenn man alle Personen
moti: hat, die man braucht oder vielleicht auch nicht hat und jetzt nicht auf Abhängigkeiten
moti: angewiesen ist, dann ist das auch vollkommen okay zu sagen, ey, lass uns anfangen.
moti: Genau, oder was mir noch als zweites Beispiel, vielleicht ganz simpel,
moti: Einladungen zu Terminen, auch aus dem Arbeitskontext.
moti: Auch da nochmal die Zielgruppe, die man einlädt, möglichst viele involvieren,
moti: möglichst alle involvieren, braucht man auch nicht immer.
moti: Ich finde auch, das setzt einem zu viel Stress und weniger ist mehr,
moti: fällt mir da eigentlich auch zu ein.
moti: Und das geht vielleicht in die Richtung. Für die, die da sind,
moti: sind genau die richtigen. Lass es doch erstmal in kleinen Kreis besprechen,
moti: ein bisschen runterskalieren.
moti: Und das bringt auch wieder aus meiner Sicht Entspannung, um einfach auch konzentriert zu arbeiten.
moti: Also es nimmt da ein bisschen Fahrt raus.
Ilvis: Ich bin halt stark davon abhängig, wie du die Einladung formulierst.
Ilvis: Dazu fällt mir auch ein Beispiel ein, kollegiale Fallberatung.
Ilvis: Da geht es ja darum, dass man selber, also eine Person hat ein Thema,
Ilvis: eben der Fall und möchte Beratung dazu aus dem Kollegenkreis.
Ilvis: Und damit es funktioniert, brauchst du zwei Personen.
Ilvis: Man kann das Format auch mit mehreren Personen umsetzen, aber du brauchst zwei.
Ilvis: Und ich habe das mit meinem Team mal gemacht und habe die Einladung eben so
Ilvis: formuliert, dass ich genau gesagt habe, ich brauche zwei.
Ilvis: Wenn mehr kommen, ist auch gut, aber zwei ist das Minimum, sonst können wir
Ilvis: dieses Format nicht machen.
Ilvis: Und auch da war das so, im Kopf habe ich natürlich, es wäre schön,
Ilvis: wenn der kommt und es wäre schön, wenn der kommt.
Ilvis: Da erwarte ich mir einen wertvollen Input oder wir sind wieder bei dem Muster,
Ilvis: wo fühle ich mich am wohlsten,
Ilvis: dass ich mir gewünscht habe, dass bestimmte Personen zusagen,
Ilvis: die sozusagen meine bevorzugten TeilnehmerInnen wären.
Ilvis: Aber letztendlich war das in dem Moment auch ein Satz, die Person,
Ilvis: die da ist, ist genau die richtige.
Ilvis: Ich habe die Einladung also offen formuliert, habe eben gesagt,
Ilvis: ich brauche zwei Personen.
Ilvis: Und letztendlich waren zwei Personen in diesem Termin, die ich nicht erwartet habe.
Ilvis: Und es hat mir geändert.
Ilvis: Es hat bei mir eine Unsicherheit verursacht und eine Aufgeregtheit und gleichzeitig
Ilvis: war vielleicht genau das der produktive Antreiber.
Ilvis: Also es war eine sehr gute Session und ich würde es auf jeden Fall auch wieder
Ilvis: machen, aber wahrscheinlich wäre ich wieder unsicher und aufgeregt.
moti: Ja, das verstehe ich. Was mir dazu noch einfällt, ist, dass es öffnet den Raum.
moti: Also du machst nochmal einen ganz anderen, dann sind wir auch wieder bei diesem
moti: Muster, dass man sich wünscht, dass die und die kommen, dass man glaubt,
moti: dass man da den meisten Output hat.
moti: Aber wenn es mal ganz andere Personen sind, die man nicht erwartet,
moti: dann öffnet es viel mehr den Raum.
moti: Oder auch aus dem Arbeitskontext, da kann vielleicht auch der eine oder andere
moti: oder die eine oder die andere, kennt das aus dem Alltag.
moti: Wenn dann zum Beispiel auch manchmal redensstarke Menschen fehlen,
moti: dann haben die Leute, die ein bisschen weniger sagen. auch so kriegen mehr Raum,
moti: da reinzugeben, das finde ich immer sehr, sehr spannend, wenn das zum Beispiel gegeben ist.
moti: Und dann ist aber so, ah ja, der hat doch immer die guten Ideen,
moti: ja, haben halt auch einen hohen Redeanteil, aber auch wenn dann die Leute,
moti: die ruhiger sind, dann den Raum kriegen, dann ergeben sich super tolle Sachen. Ja.
moti: Genau. Hast du noch ein Beispiel, was dir einfällt? Ich glaube,
moti: das waren erstmal meine Beispiele.
Ilvis: Ja, ich habe noch ein Beispiel.
Ilvis: Und ja, also es gibt ja diese Meetups, meistens online, aber auch vor Ort,
Ilvis: für die man sich anmelden kann oder eben auch in einem Barcamp.
Ilvis: Ich biete eine Session an und dann ist so, was ist, wenn nur eine Person kommt?
Ilvis: Dass das ja auch vielleicht einen gewissen Stress verursacht.
Ilvis: Aber auch da wieder die Person, die da ist, ist genau die richtige.
Ilvis: Also das ist keine, die Anzahl der Menschen, die da sind, ist keine Wertung von der Session.
Ilvis: Also vielleicht sind einfach nur die Interessen anders gelagert,
Ilvis: was auch immer. Also es gibt dafür auf jeden Fall immer gute Gründe.
Ilvis: Und ich habe das selbst erlebt, dass ich mich für ein Meetup angemeldet habe
Ilvis: und ich war aber die einzige Person, die sich angemeldet hat.
Ilvis: Also es war auch kein kostenfreies Meetup.
Ilvis: Kostenfreie Meetups sind ja häufig mit vielen Anmeldungen verbunden, hohe No-Show-Rate.
Ilvis: Aber in dem Moment, wo es auch nur 5 Euro kostet, ist eine höhere Zuverlässigkeit da, auf jeden Fall.
Ilvis: Und in dem Fall war es eben so, ich war die Einzige, die dafür angemeldet war,
Ilvis: wusste ich aber natürlich nicht, sondern erst in dem Moment, als es losging,
Ilvis: und ich habe das als sehr wertschätzend empfunden, weil ich so dachte,
Ilvis: öh krass, hier nimmt sich jemand die Zeit für eine einzelne Anmeldung, weil,
Ilvis: der Meetup Host hätte ja auch sagen können,
Ilvis: ja sorry, zu wenig Anmeldung, kriegst dein Geld zurück und Termin verschieben oder so.
Ilvis: Und das kann sogar sein, dass ich aus diesem Meetup diesen Satz mitgenommen
Ilvis: habe, so hey, die Person, die da ist, ist genau die richtige.
Ilvis: Und auch da sind wir wieder bei, es bietet den Raum, sich vielleicht auch detaillierter,
Ilvis: intensiver auszutauschen, wenn es eben nicht die große Gruppe ist.
moti: Ja, was mir nochmal aufgefallen ist in dem, was du gesagt hast, die,
moti: die da sind, sind genau die Richtigen und dieses, ich weiß gar nicht,
moti: wie ich es beschreiben soll, diese Relation zu meinem eigenen Selbstwertgefühl,
moti: wenn du ein Webinar oder sowas anmeldest und es kommt nur eine Person,
moti: dann bist du ganz schnell bei dir,
moti: dass du versagt hast oder du schlecht performt hast oder sowas.
Ilvis: Nicht genug geworben.
moti: Nicht genug geworben. Man ist ganz schnell immer erst bei sich,
moti: aber wenn man, dann ist auch wieder da,
moti: Mental Health vielleicht sogar, mentale Gesundheit, dass man dann sagt,
moti: okay, es ist eine Person da, lasst mich die begrüßen und lasst uns das Beste draus machen.
moti: Also diese Verbindung, glaube ich, zu dem Satz und dem eigenen Wohlbefinden
moti: ist, glaube ich, auch, geht ganz schnell, dass man da ist.
Ilvis: Auf jeden Fall. Das kannst du ja sogar ins Private übertragen.
Ilvis: Keine Ahnung, du organisierst irgendwas oder machst bei dir zu Hause eine Geburtstagsfeier.
Ilvis: Ja, ganz normal, dass nicht jeder kann. Jetzt kannst du natürlich sagen,
Ilvis: alle wissen, wann ich Geburtstag habe, aber wenn du nicht gerade jedes Jahr
Ilvis: exakt an dem Samstag danach feierst und immer die gleichen Leute einlädst,
Ilvis: dann kannst du nicht erwarten,
Ilvis: dass die Leute nie was anderes vorhaben.
Ilvis: Und manchmal habe ich den Eindruck,
Ilvis: dass es Menschen gibt, die sich davon abhängig machen, ob das jetzt gut wird
Ilvis: oder nicht mit der Anwesenheit von Menschen.
Ilvis: Von Gästen. Aber ich hätte gesagt, ey, du hast Bock zu feiern.
Ilvis: Die, die da sind, sind genau die richtigen. Wenn du 20 eingeladen hast und es kommen nur 5, warum?
Ilvis: Also das ist ja auch, ich finde, das ist eine Abwertung denen gegenüber, die da sind.
Ilvis: Wenn du sagst, oh ja, aber es sind nur 5 gekommen. Ja und, aber die 5 sind da
Ilvis: und haben Bock mit dir zu feiern.
moti: Verschiebt die Aufmerksamkeit.
Ilvis: Ja. Warum ist die Party nur gut, wenn alle 20 kommen?
moti: Ja, aber es ist doch einfach toll zu sagen, die Aufmerksamkeit auf denen zu
moti: Leuten zu haben, die da sind, anstatt auf den Leuten, die nicht da sind.
moti: Das schafft auch wieder bessere soziale Interaktion, Beziehungen,
moti: als wenn man dann sich überlegt oder dann sehr, sehr hängt an den Leuten,
moti: die nicht da sind. Und ich glaube, es ist auch wieder,
moti: eine Relation zum eigenen Selbstwertgefühl. Oh, jetzt sind nur fünf,
moti: bin ich den anderen, sind die das nicht wert Oder bin ich denen das nicht wert, dass sie kommen?
moti: Aber das hat ja damit gar nichts zu tun.
moti: Das ist wahrscheinlich auch nochmal eine eigene Folge wert, sich darüber zu unterhalten.
moti: Aber es ist hilfreich zu sagen, ich läute Leute ein, wer kommt,
moti: der kommt, der ist da und mit denen habe ich viel Spaß.
Ilvis: Und ich glaube, mit dieser Haltung, das hilft auf jeden Fall die eigene Unsicherheit,
Ilvis: jetzt egal, ob in welchem Kontext, es hilft, die Unsicherheit zu reduzieren
Ilvis: und da auch mit einer gewissen Leichtigkeit einfach reinzugehen.
moti: Ja, Leichtigkeit ist ein Stichwort. Ich habe mir noch als Beispiel aufgeschrieben,
moti: was ich immer ein tolles Bild im Kopf habe,
moti: ist zum Beispiel, das hört sich selbstverständlich an, ist es aber nicht,
moti: wenn ich in gewissen Städten durch die Fußgängerzone oder an den Straßen entlang laufe,
moti: bei Rot an der Ampel stehen bleiben, sich die fünf Minuten gönnen oder zwei
moti: Minuten oder eine Minute.
Ilvis: Ich wollte gerade sagen, ich glaube, es ist wahrscheinlich noch nicht mal eine Minute.
moti: Es können auch 30 Sekunden sein, es ist egal, aber dieses, okay,
moti: oh, es ruht schnell, ich muss noch drüber.
moti: Das ist immer so ein Bild, wo ich sage, ey, cool, Rot, habe ich mal ganz kurz
moti: Zeit, meine Gedanken purzeln und baumeln zu lassen.
Ilvis: So eine Mini-Entschleunigung im Alltag.
moti: Ich glaube, darüber schreibe ich ein Buch, bei Rot die Seele baumeln lassen, ja.
Ilvis: Ja, aber diesen Ich stell es mir gerade
Ilvis: vor, wie du super entspannt an der Fußgängerampel stehst Auf jeden Fall.
moti: Mit dem Grinsen im Gesicht bei der roten Ampel. Ja, und das hilft mir einfach
moti: immer, dieses Bild zu haben und das ist die Querverbindung zu dem die,
moti: die da sind, sind genau die richtigen und einfach das,
moti: hey, cool die, die da sind, nice ich bleib bei rot stehen, super Entspannung.
Ilvis: Das klingt nach einem tollen Schlusswort für diese Folge.
moti: Das würde ich auch so sagen, auf jeden Fall. Wollen wir unsere Takeaways nochmal
moti: ganz kurz wiedergeben, um die Klarheit zu beschreiben?
Ilvis: Für mich ist der Takeaway, die Person, die da ist oder die Personen,
Ilvis: die da sind, sind genau die Richtigen.
Ilvis: Und das lässt sich für mich in ganz viele Lebensbereiche übertragen.
moti: Ja, wir haben viele Lebensbereiche, viele Situationen. Vielleicht geht es auch
moti: so ein bisschen um das Bewusstsein für diesen Satz zu schaffen,
moti: den auch wirklich parat zu haben, weil dann auch im Alltag,
moti: also ich weiß, den Stress, den man hat, die vielen Themen, die man hat,
moti: sich den parat zu legen, ist nicht immer einfach oder den bewusst zu haben,
moti: dann helfen vielleicht Bilder im Kopf mit der roten Ampel.
moti: Und ich denke, es ist auch ein
moti: wichtiger Punkt für die eigene mentale Gesundheit, auch mal innezuhalten,
moti: mal die Zeit kurz stehen zu lassen und ja genau, um einfach auch entspannt zu sein.
moti: Gut.
Ilvis: Ja, vielen Dank. Vielen Dank fürs Zuhören.
moti: Genau, vielen Dank fürs Zuhören. Wir hoffen, die Folge hat euch gefallen.
moti: Wie immer könnt ihr uns Feedback hinterlassen an den Kommentaren oder schreibt uns gerne.
moti: Und wir freuen uns über euer Feedback oder falls ihr Themen oder Fragen dazu
moti: habt für Wörter, die wir benutzt haben könnten, die ihr nicht unbedingt anbietet.
moti: Okay, nächsten 30 Sekunden.
Ilvis: Ich glaube, es sind nur 10.
moti: Es sind nur 10 Sekunden rausschneiden.
Ilvis: Müssen wir halt einmal zurückspulen. Lass es uns einfach bei dem vielen Dank beenden.
moti: Ja, okay. Beim vielen Dank beenden und dieses Kommentare und Fragen rauslassen.
Ilvis: Ja.
moti: Okay, gut. Passt also.
Ilvis: Das hat gerade für mich an mehreren Stellen überhaupt nicht gepasst.
moti: Ja, okay, gut. Passt. Dann bei vielen Dank. Fertig. Und gut.
moti: Warum klatsch denn du jetzt? Okay, wir sind durch, ne?
Ilvis: Ja.
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