#3 - Sprich die positiven Dinge aus!
Shownotes
In dieser Folge nehmen wir uns vor, die Welt ein bisschen rosaroter zu malen – im Alltag, im Job und beim Kaffee. Wir sprechen darüber, wie wichtig es ist, die positiven Dinge auszusprechen, ehrlich Danke zu sagen und auch die kleinen Erfolge zu feiern, selbst wenn es nur das Müll runterbringen ist. Gemeinsam entdecken wir, warum Wertschätzung nicht nur anderen, sondern auch uns selbst guttut und wie sich das auf Beziehungen und das eigene Lebensgefühl auswirkt. Wir teilen persönliche Erlebnisse, reflektieren über gesellschaftliche Gewohnheiten und zeigen, wie schon kleine Gesten große Klarheit und Leichtigkeit schaffen können. Hör rein und finde heraus, wie du mit mehr Positivität und Bewusstsein dein Gedankenchaos sortierst!
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Ilvis: Willkommen zur neuen Folge von 3C, Coffee Chaos Clarity, eurem Podcast,
Ilvis: bei dem wir beim Kaffee trinken versuchen, das Gedankenchaos zu sortieren und Klarheit zu finden.
Ilvis: Timo, was ist unser Thema heute?
Moti: Ja, vielen Dank, liebe Sylvie. Unser Thema ist heute, sprich die positiven Dinge aus.
Moti: Und ja, wir malen uns die Welt heute rosarot.
Ilvis: Ah, schön. Ich freue mich.
Moti: Ja, die Wohnung wird rosa gestrichen danach.
Ilvis: Ah, ich freue mich nicht.
Moti: Okay, sehr schön.
Ilvis: Ja, magst du ein bisschen was dazu erzählen, was dir zu dem Thema einfällt?
Moti: Genau, also was fällt mir zu dem Thema ein, was sehe ich darunter?
Moti: Also in den Momenten, wo du merkst, dass du jemandem danken möchtest, sag es einfach.
Moti: Sag einfach, danke für die Inspiration oder auch kleine Sachen,
Moti: danke fürs Türaufhalten oder auch, ja,
Moti: also um auch wirklich dem anderen etwas mitzuteilen, auch in dem Moment,
Moti: wo du das fühlst, spürst und denkst, das ist gerade notwendig,
Moti: das verstehe ich drunter. Was verstehst du drunter?
Ilvis: Da fällt mir direkt was sehr, sehr Wichtiges ein, nämlich das Bewusstsein,
Ilvis: dass es vielleicht irgendwann zu spät ist.
Ilvis: Und ein ganz konkretes Beispiel ist,
Ilvis: Aus dem beruflichen Umfeld, eine Kollegin hatte Krebs und ist auch daran gestorben
Ilvis: und es wussten nur ganz wenige.
Ilvis: Also es kam für den Großteil der Belegschaft sehr unerwartet und ja auch also total schockierend.
Ilvis: Und so einer der ersten Gedanken, die ich halt hatte,
Ilvis: habe ich ihr oft genug gedankt, Weil das einfach eine Kollegin war,
Ilvis: die super engagiert war und sich immer super hilfsbereit mit jeder Frage zu ihr kommen.
Ilvis: Und deswegen habe ich dann den Chat mit ihr auch so durchsucht,
Ilvis: habe ich mich oft genug bei ihr bedankt. Und das war mir ein ganz großes Anliegen.
Ilvis: Und ich habe mich auch über mich gefreut, dass ich das mit Ja beantworten konnte.
Ilvis: Aber das ist mir jetzt gerade bei deiner Frage direkt dazu eingefallen,
Ilvis: hey, uns muss auch bewusst sein,
Ilvis: dass es manchmal viel schneller, als man glaubt, zu spät sein kann und dann
Ilvis: eben keine Gelegenheit mehr gibt, jemandem zu danken.
Ilvis: Auch eben für Kleinigkeiten.
Ilvis: Das muss nicht immer das große Riesenprojekt sein oder irgendwas mit einem Riesenimpact,
Ilvis: sondern die Kleinigkeiten, die man vielleicht auch oft als selbstverständlich annimmt.
Ilvis: Das ist einfach, es tut nicht weh, Danke zu sagen.
Ilvis: Es muss halt von Herzen kommen, also ehrlich gemeint sein. Das ist so für mich
Ilvis: der wesentliche Aspekt.
Moti: Ja.
Moti: Ja, verstehe ich. Ich glaube, das merkt man dann auch relativ schnell,
Moti: ob es ehrlich gemeint ist oder auch nicht.
Moti: Und dann sind wir wieder bei, vielleicht ist es manchmal auch eine Floskel,
Moti: nicht ganz so ernst gemeint versus, ja, ich habe gerade ein ehrliches,
Moti: positives Feedback bekommen.
Moti: Das ist, glaube ich, auch einfach nochmal wichtig, dass das auch noch positiv gesehen wird.
Ilvis: Ja, stimmt. Also ich hatte auch mal einen Kollegen, der ganz oft gesagt hat,
Ilvis: danke für den Austausch. Und für mich war das immer so, hä?
Moti: Ist doch klar, dass wir miteinander sprechen.
Ilvis: Also das hat sich für mich oft nach einer Floskel angehört.
Ilvis: Und ich will gar nicht sagen, dass es von ihm nicht ehrlich gemeint war,
Ilvis: aber es war so, ja, vielleicht wie antrainiert.
Ilvis: Also auf jeden Fall konnte ich damit nichts anfangen.
Moti: Aber ich verstehe, ja verstehe ich, aber es ist auch dann, für mich fühlt es
Moti: sich an, wie die Zeit wertschätzt.
Moti: Danke für den Austausch, danke, dass du dir die Zeit genommen hast dafür.
Moti: Es war einfach wichtig, darüber zu sprechen und du hast gerade in dem Satz vorher
Moti: vielleicht nochmal gesagt, es ist nicht selbstverständlich.
Moti: Und das finde ich aber auch ganz gut, sich dann auch das immer wieder zu tun
Moti: und dann auch so in diese Übung reinzukommen, sich für Dinge zu bedanken und positiv zu besetzen.
Ilvis: Ja, und das hat ja auch einen positiven Effekt für mich selbst,
Ilvis: wenn ich das Handeln von jemand anders anerkenne und das eben auch äußere.
Moti: Ja, vielen Dank dafür, habe ich verstanden. Ja, ich glaube, das beschreibt nochmal
Moti: ganz gut so dieses Chaos,
Moti: in dem man sich im täglichen Alltag befindet, die uns so ein bisschen davon
Moti: wegbringen, über positive Dinge zu reden, sind vielleicht auch die Nachrichten,
Moti: die gefühlten Wahrheiten, der Stress, der Druck, den man im Alltag hat,
Moti: um da seine Aufmerksamkeit auch da drauf zu richten, was nicht immer so einfach ist. Du lachst?
Ilvis: Ja, ich denke direkt an so einen Spruch. Ich muss gerade überlegen,
Ilvis: dass ich es richtig sage.
Ilvis: Nicht geschimpft ist gelobt genug. What?
Moti: Das ist auch, glaube ich, eine Einstellung.
Ilvis: Das ist das Gegenteil von dem, was du eigentlich gerade beschreibst mit sprich
Ilvis: die positiven Dinge aus.
Moti: Ja, und genau, das ist auch, glaube ich, ein Punkt, der uns davon abhält,
Moti: die Sachen auch auszusprechen.
Moti: Ich habe doch kein negatives Feedback oder nicht geschimpft bekommen,
Moti: also habe ich doch alles gut gemacht.
Moti: Das kann für bestimmte Menschen auch funktionieren. Ich will das auch gar nicht in Abrede stellen.
Moti: Wenn die so leben oder auch groß geworden sind, dann verstehen die das als positives
Moti: Feedback, wenn man es nicht sagt. Aber ich glaube, dass wenn man die Dinge dann
Moti: auch nochmal sagt und auch wirklich dem anderen mitteilt, das hat einen viel größeren Impact.
Ilvis: Auf jeden Fall. Ich glaube, wenn du dieses, naja, nichts sagen,
Ilvis: ist doch nicht geschimpft, ist doch positiv.
Ilvis: Das führt ja auch irgendwie dazu, dass die guten Sachen, die positiven Dinge
Ilvis: so als selbstverständlich angenommen werden.
Ilvis: Also natürlich musst du jetzt niemanden huldigen für, den Müll rausbringen.
Ilvis: Aber es tut auch nicht weh zu sagen, hey, danke, dass du es gemacht hast.
Ilvis: Nur weil sonst würde es halt immer noch hier rumstehen oder müsste es jemand anders machen.
Moti: Ja, was mir noch einfällt, das lässt sich auch so einer gewissen Ungewissheit,
Moti: so da hat sich eine Routine entwickelt.
Ilvis: Muss ich das jetzt immer machen?
Moti: Ja, oder muss ich das jetzt immer machen oder ich meine, was ich nochmal sagen
Moti: wollte, es hat sich so entwickelt, wurde nicht geschimpft, habe ich wohl positiv
Moti: gemacht, aber man weiß es tatsächlich nicht.
Moti: Also das ist halt auch so und das finde ich, für mich ist das nicht positiv besetzt.
Moti: Also das hat dann auch diese Ungewissheit.
Ilvis: Es geht ja letztendlich auch um die Intention. Also mache ich irgendwas,
Ilvis: um die Anerkennung zu bekommen?
Ilvis: Dann ist natürlich diese Resonanz umso wichtiger. Oder mache ich das aus einem
Ilvis: eigenen Impuls heraus, aber dann ist es trotzdem schön zu erleben, dass das gesehen wurde.
Ilvis: Das ist eine völlig andere Intention.
Ilvis: Trotzdem eine positive Rückmeldung.
Ilvis: Hey, das hat dem anderen was gebracht. Oder es wurde gesehen.
Moti: Definitiv. Ja, das verstehe ich, genau.
Moti: Also, ja, um auf diese bewusste Ebene oder auch zu sagen, okay, was ist das Chaos?
Moti: Ich sage es auch nochmal zur Wiederholung, dass dann auch unsere täglichen, wie wir geprägt wurden,
Moti: unsere Erziehung, wie wir groß geworden sind, dann vielleicht auch nochmal,
Moti: dass der Mensch generell einen Hang zu Dramatik oder Pessimismus hat.
Moti: Wir haben ja auch heute, es passiert so viel rundherum, wir haben ganz viele
Moti: negative Nachrichten auch, die dann auch einfach hängenbleiben und die dann
Moti: auch einfach so einer gefühlten Wahrheit entsprechen.
Moti: Und dieses positive Dinge aussprechen also wirklich auch ganz,
Moti: ganz oft verhindert, muss ich ganz ehrlich sagen. Und das macht das Chaos aus, aus meiner Sicht.
Ilvis: Hast du da nicht auch mal von so einem Buch erzählt, wo es um diese gefühlten
Ilvis: Wahrheiten oder Wahrnehmungen ging?
Moti: Ja, also mir hat, genau, habe ich. Mir hat sehr, sehr geholfen das Buch von
Moti: Hans Rosling, Factfulness heißt das.
Ilvis: Ah, so ein orangenes Cover, oder?
Moti: Ich glaube orangenes Cover. Ich kann mich nicht mehr hundertprozentig erinnern.
Ilvis: Stimmt, du hast es als Hörbuch.
Moti: Ja, ich habe es als Hörbuch gehört. Nicht wirklich haptisch in der Hand gehabt.
Moti: Und das Buch hat mir also nochmal geholfen oder wird auch so aus der Linse erzählt,
Moti: dass man so eine faktengestützte Brille sich aufsetzen kann,
Moti: Und betrachtet die Nachrichten, anstatt sich von diesem Drama oder auch von
Moti: diesem Pessimismus einfach leiten zu lassen.
Moti: Das hat mir wirklich sehr geholfen und da waren auch viele Sachen drin,
Moti: wie zum Beispiel, dass man dann statistische Daten anwendet oder auch interaktive
Moti: Elemente wie Quizfragen.
Ilvis: In dem Buch?
Moti: In dem Buch Quizfragen, ja. Das fand ich sehr gut. Also du kannst es dir so
Moti: vorstellen, dass du dann, wir können ja auch mal am Beispiel durchgehen,
Moti: Quizfrage, was denkst du, wie hoch war die Lebenserwartung vor 50 Jahren?
Moti: Genau, A, 50 Jahre.
Ilvis: B? Also vor 50 Jahren, wie alt ist man da im Durchschnitt geworden?
Moti: Genau, wie alt ist man da im Durchschnitt geworden? Wie hoch war die Lebenserwartung vor 50 Jahren?
Moti: Dann gibt es dann zum Beispiel drei Antworten. Dann hast du dann A,
Moti: 30 Jahre, B, 50 Jahre, C, 60 Jahre und musst dann sozusagen die gefühlte Antwort geben.
Moti: Was ist so dein Vor 50 Jahren?
Ilvis: Ja, ich würde tippen, vor 50 Jahren ist man im Schnitt ja schon 60 geworden.
Moti: Genau, dann beantwortest du
Moti: die Frage und dann findest du die dann auf den Seiten später beantwortet.
Moti: Und um das aufzulösen, vor 50 Jahren war die Lebenserwartung bei 50 Jahren.
Ilvis: Oh, doch noch eine ganze Ecke geringer.
Moti: Ja, genau. Und wenn man es dann vergleicht, für heute ist die Lebenserwartung
Moti: bei 70 Jahren, beziehungsweise die wird ja auch immer höher.
Moti: Es gibt ja immer mehr Menschen, die über 100 Jahre werden.
Moti: Und dann sieht man, wow, also da hat sich ja einiges getan und da ist richtig
Moti: viel Positives bei uns gekommen.
Ilvis: Ich hätte jetzt sogar gedacht, ich meine, vor 50 Jahren, wann war das hier irgendwie
Ilvis: in den 70ern? Hätte ich schon gedacht, dass die Leute da auch schon älter wurden.
Moti: Ja, genau, das ist ja die gefühlte Wahrheit. Ich habe gedacht und ich habe gefühlt,
Moti: dass es sozusagen dann schon mehr war.
Moti: Also das fand ich zum Beispiel super als Beispiel oder auch,
Moti: also auch nochmal ein Beispiel zu Kindessterblichkeit, was auch ein schwieriges
Moti: Thema und ich glaube auch jedes Kind, was stirbt, ist eins zu viel, definitiv.
Ilvis: Kindersterblichkeit dann weltweit betrachtet?
Moti: Weltweit betrachtet, genau. Das ist dann auch die weltweite Kindersterblichkeit.
Moti: Die hat sich in den letzten Jahrzehnten von 12 Millionen auf 5 Millionen verringert.
Moti: 5 Millionen ist immer noch eine unglaublich große Zahl, die man sich kaum vorstellen kann.
Moti: Aber auch da sieht man, dass sich weltweit im Thema Gesundheit richtig viel getan hat.
Moti: Und das hilft auch, diese pessimistische, dramatische Ansichten auf globale
Moti: Entwicklung ein bisschen zu entzerren, finde ich.
Moti: Und auch dann zu sagen, ich glaube, das ist so ein bisschen dann auch wieder
Moti: zu, wie kriege ich diese Klarheit?
Moti: Halt, stopp, da ist eine Nachricht, die habe ich jetzt gelesen,
Moti: die wirkt auf mich, oh ja klar, ist doch logisch, aber nein,
Moti: lass uns mal auf die Fakten gucken oder wenn es einen mehr interessiert,
Moti: vielleicht nachschauen, ob das wirklich so ist und das eigentlich gar nicht
Moti: so negativ ist, wie man oftmals glaubt.
Ilvis: Ich muss sagen, das klingt für mich gerade anstrengend. Also anstrengend insofern,
Ilvis: dass wenn ich Nachrichten einschalte,
Ilvis: dann sind es schon in kurzer Zeit häufig sehr viele negative Ereignisse,
Ilvis: die ja häufig von Krieg und von Konflikten, von Naturkatastrophen handeln.
Ilvis: Denn wenn ich mich jetzt auch noch hinsetzen muss, überspitzt gesagt,
Ilvis: um mir die positiven Ereignisse zusammenzusuchen, weil es da eben nicht die
Ilvis: Tagesschau oder das Heute-Journal dazu gibt.
Ilvis: Ja, das klingt so nach extra Arbeit.
Ilvis: Und deswegen neige ich jetzt eher dazu zu sagen,
Ilvis: bleib doch in deinem kleinen Alltag und versuch da mehr den Blick auf das Positive
Ilvis: zu setzen oder sich das auch selber bewusst zu machen.
Moti: Ja, sehe ich genauso. Aber es ist ja eine eigene Entscheidung.
Moti: Also selbst zu sagen, worauf fokussiere ich mich.
Moti: Also auf gar keinen Fall mehr Energie verwenden, weil das Leben ist auch schon
Moti: anstrengend und herausfordernd genug heutzutage. Das stimmt.
Moti: Aber man kann ja auch in seinem Kosmos bleiben. Und dann für sich entscheiden,
Moti: interessiert mich das jetzt wirklich sehr oder auch zu sagen,
Moti: okay, kritisch sein, stimmt das wirklich, was ich da gerade erzählt bekomme,
Moti: beziehungsweise habe ich Lust, das nachzugucken?
Moti: Wenn die Antwort nein, das habe ich nicht Lust, das nachzugucken,
Moti: ist das auch in Ordnung, muss man ganz klar sagen.
Ilvis: Was mir gerade zu dem, ich habe gerade nochmal geguckt, was ist denn der Titel
Ilvis: unserer heutigen Folge?
Ilvis: Sprich die positiven Dinge aus und was mir dazu noch einfällt,
Ilvis: ist dieses Tue Gutes und sprich darüber.
Ilvis: Und ein Stück weit bedeutet es ja auch,
Ilvis: die eigenen Handlungen vielleicht mehr als Erfolg zu sehen oder sich selbst
Ilvis: auch eine Art von Anerkennung zu geben.
Ilvis: Im Sinne von, hey, es war jetzt auch da, also eher der Fokus auf das Kleine.
Ilvis: Hey, geil, heute habe ich das und das geschafft.
Ilvis: Ich habe zwar eine ellenlange To-Do-Liste und die ist noch nicht erfüllt,
Ilvis: aber dass es auch positiv ist, wenn ich die eben nur halb abgehakt habe,
Ilvis: weil halb ist auch deutlich mehr als nichts.
Ilvis: Ja, also so wieder auch die kleinen Dinge sehen und anerkennen und,
Ilvis: Das vielleicht auch für sich selbst.
Moti: Mich entlastet das. Also auch hier nochmal, wie gesagt, banales Beispiel.
Moti: Tschakka, ich habe heute den Müll rausgebracht oder weggebracht.
Moti: Es ist so einfach und das hört sich jetzt auch wie der rosa-rote Brille an.
Moti: Ja, er hat den Müll rausgebracht.
Ilvis: Das macht er doch sonst nie.
Moti: Genau, das macht er auch bei Glaubenssätzen nie, bringst du oder immer, muss ich.
Moti: Um da auch da wieder bei den Sätzen zu bleiben.
Moti: Ja, aber das kann man ja auch für sich feiern. Also man kennt ja auch den Kontext
Moti: nicht. Wohnt im fünften Stock, Probleme mit den Beinen oder sonst irgendwas.
Moti: Eingeschränkt, kein Aufzug. Geil, ich habe den Müll rausgebracht.
Ilvis: Entschuldige, ich muss immer noch lachen, weil ich es mir gerade vorstelle,
Ilvis: wie du den Müll runterbringst und an der Mülltonne, yeah, ich habe den Müll
Ilvis: runtergebracht. Ja, genau.
Moti: Und dann noch so ein bisschen mit Selbstfeiern.
Ilvis: Und die anderen Tippen dann so, yeah, du hast den Müll runtergebracht. Feier nicht gleich mit.
Moti: Ganzes Football-Team.
Ilvis: Yes, yes.
Moti: Ja, aber das ist doch auch ein positives Denken. Guck mal, überleg mal,
Moti: ich stehe da unten und feiere es, als hätte ich die Weltmeisterschaft gewonnen.
Moti: Das kann mir keiner nehmen. Das ist bei mir im Kopf drin und ich habe einen tollen, positiven.
Moti: Paul, das müssen auch nicht alle können.
Ilvis: Ich werde dich beobachten. Wenn du das nächste Mal den Müll runterbringst,
Ilvis: stehe ich auf dem Balkon und beobachte das Ganze.
Moti: Genau, ich halte den Müllbeutel hoch wie ein Weltmeisterpokal. Gerne.
Ilvis: Die Mülltonne ist das Tor.
Moti: Die Mülltonne ist das Tor, ja. Golden Goal, auf jeden Fall.
Moti: Aber es können auch nicht alle Menschen, es müssen auch nicht alle Menschen
Moti: kennen, aber wenn man da Lust drauf hat, dann lass es doch machen in seinem
Moti: kleinen Kosmos und in der kleinen Welt.
Moti: Weil, wie gesagt, man tut sich selbst Gutes und versucht die Welt,
Moti: glaube ich, ein bisschen leichter zu nehmen. Das hilft sehr.
Ilvis: Ich glaube, das ist gerade ein wichtiger Satz, diese Leichtigkeit wieder auch
Ilvis: damit mit reinzubringen.
Ilvis: Wenn wir jetzt zurückgehen zu Danke sagen,
Ilvis: dass das nicht nur für die Person ist, der ich Danke sage,
Ilvis: sondern dass das dieses Bewusstmachen und dem anderen die Anerkennung geben,
Ilvis: dass das auch einen positiven Effekt bei mir hat.
Ilvis: Ja, weil das das stärkt wieder die Beziehung und lenkt ja auch meinen Blick auf positive Dinge.
Moti: Ja, und dann sind wir auch wieder bei Wirksamkeit. Der andere Mensch fühlt sich
Moti: auch gesehen, fühlt sich wirksam,
Moti: weil dieses Feedback kriegst du ja auch selten, beziehungsweise kannst du es
Moti: nicht immer abschätzen, ob das, was du gesagt hast, wirklich eine Auswirkung
Moti: oder auch einen Gedanken angeregt hat bei dem anderen.
Moti: Und das, wenn du das jemandem sagst, danke für das und das, in der Situation
Moti: hat mir sehr geholfen, dann hast du eine tolle Wirksamkeit auch dem anderen gegenüber.
Moti: Und vielleicht auch noch ein positiver Aspekt, wenn die merken,
Moti: das hast du mal gesagt, dann steckst du die vielleicht auch an und kriegst es auch selbst zurück.
Moti: Hast vielleicht noch so einen Verstärker,
Moti: ist keine Garantie drauf immer, wie immer im Leben gibt es keine Garantie sollte auch.
Ilvis: Nicht die Intention.
Moti: Sein sollte auch nicht die Intention sein, aber es ist auch so hey,
Moti: versuch ein bisschen positive Vibes und,
Moti: im Endeffekt, wenn du Glück hast, kommt es auch zu dir zurück als Boomerang
Moti: und du kriegst es dann auch gesagt, dass du in der Situation ein Danke kriegst
Moti: und es fühlt sich ich glaube für alle Menschen toll an Mhm.
Ilvis: Das war mir gerade nochmal wichtig zu sagen, dass das einfach nicht die Intention sein sollte.
Ilvis: Ah, okay, wenn ich das mache, dann kriege ich auch. Dann ist es wiederum nicht
Ilvis: wirklich ehrlich, sondern dann ist eine große Erwartung damit verbunden.
Ilvis: Und das ist wiederum für beide schlecht, wenn die Erwartung nicht erfüllt wird,
Ilvis: dann ist erst mal schlechte Laune angesagt.
Ilvis: Ich glaube, das ist so eine Abhängigkeitssituation ja auch.
Moti: Wie mit Geschenken, die sollten bedingungslos sein.
Ilvis: Bedingungslos, gutes Stichwort.
Moti: Das sollte bedingungslos sein, weil ansonsten ist es auch wieder,
Moti: du investierst in die Mengenenergie, du siehst, es kommt nicht zurück und dann
Moti: kommt man wieder in diesen pessimistischen, negativen, glaube ich,
Moti: Gedankengang, der das eigentlich nicht machen sollte. Und wenn man merkt,
Moti: es kostet einen auch viel Energie heraus, Überwindung, dann auch das zu machen,
Moti: okay, dann mach es nicht, dann tu es nicht.
Moti: Das ist wieder one size fits all, gibt es einfach nicht.
Ilvis: Es ist vielleicht auch insofern,
Ilvis: fehlgeleitet,
Ilvis: weil es ja so impliziert, ah, ich tu das, für dich. Ich weiß ja aber gar nicht, ob du das wolltest.
Ilvis: Also ich erwarte was und will dafür unbedingt die Anerkennung und danke, whatever.
Ilvis: Aber ich habe dich gar nicht gefragt, ob du das überhaupt wolltest. Ja.
Ilvis: Also das kann schnell auch wieder ins Negative kippen.
Moti: Auf jeden Fall. Und ja, wenn es bedingungslos ist, dann ist es,
Moti: glaube ich, dann auch mit einer Leichtigkeit verbunden.
Ilvis: Okay, also es sollte bedingungslos sein. Ehrlich.
Moti: Es sollte ehrlich sein. Genau, es ist okay, wenn das nicht für alle was ist.
Moti: Es können auch die kleinen Dinge sein, wie man sich hier so ein bisschen die Klarheit verschafft.
Moti: Und ich glaube, wenn man das, was wir gerade gesagt haben, dann nochmal in so
Moti: einem, ganz viel übt, dann hat man auch ganz, ganz viel, oder ganz schnell so eine,
Moti: Aufmerksamkeit dafür, wenn man, dann spürt man das innerlich,
Moti: dass man sagt, hey, jetzt will ich einfach mal ein Danke raushauen.
Moti: Aber es ist jeden Tag eine Herausforderung, sich wieder dieses bewusst zu machen,
Moti: diese Aufmerksamkeit für sich zu generieren und dann das auch auszusprechen.
Moti: Manchmal hat man vielleicht auch Hürden, das auszusprechen, das ist auch okay,
Moti: aber ich glaube, durch dieses Wiederholen, für sich ein bisschen einsaugen und
Moti: versuchen, das zu leben.
Moti: Hat einen großen Impact, aber ist auch eine Herausforderung.
Ilvis: Und sich selbst feiern. An der Mülltonne.
Moti: Feiert euch, wann immer euch danach ist. Es kann auch an der Mülltonne beim Müll wegbringen sein.
Moti: Das ist ganz, ganz wichtig.
Ilvis: Schönes Schlusswort. Vielen Dank fürs Zuhören. Das war 3C Coffee Chaos Clarity.
Ilvis: Euer Podcast, bei dem ihr beim Kaffee trinken, unser Gedankenchaos sortieren und Klarheit zu finden.
Moti: Vielen Dank fürs Zuhören. Tschüss.
Ilvis: Tschüss.
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